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Südhessisches Flurnamenbuch
Hart
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- Deutung
- Zu mhd. hart st. M. N. F. ‚Weidetrift; Wald‘, nhd. Hart ‚Bergwald, waldiger Höhenzug‘. Die Namen beziehen sich auf Waldstücke und bewaldete Anhöhen, die in der Regel als Weidewald genutzt wurden. Das dialektal untergegangene Wort zeigt in den FlN meist fem. Genus und der Stammvokal ist oft zu /o/ verdumpft. Bei Hertel handelt es sich um eine Verkleinerungsform mit -el-Suffix, bei Hartling (Lampertheim) um eine Ableitung oder einen FamN. Angehängtes Genitiv-s führt verschiedentlich zur Schreibung dHarz-H; vereinzelt weisen diese Namen vielleicht aber auch auf Örtlichkeiten hin, die bei der Harzgewinnung eine Rolle spielten. Manchmal ist Vermischung mit dem Adjektiv hart (Gräfenhausen, Klein-Krotzenburg) oder dem Substantiv Herd(e) möglich.
- Literatur
- Gottschald 237; Lexer 1, 1189; Kluge/Mitzka 290; DWB 4, 2, 509; SHessWb 3, 133, PfälzWb 3, 668; Bach 2, § 362; Dittmaier (1963), S. 101, Ramge (1979), S. 142, Zernecke (1991), S. 214. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Hart; DWB: → hart; Lexer: → hart; PfälzWb: → hart; Wörterbuchnetz: → Hart
- Referenz
- Vgl. Arschkerbe · Harzofen · Hertel.

