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Südhessisches Flurnamenbuch
Moos
- Deutung
- Zu ahd. mhd. mos st. N. ‚Sumpf, Moor; Moos‘. Die FlN beziehen sich zumeist auf die ältere Bedeutung des Appellativs und verweisen so auf feuchte, sumpfige Landstriche. Der Name mosahart/mosehart wird rechts der Mossau lokalisiert, lässt sich aber keiner Gemarkung sicher zuordnen. In den Namen aus Ober-Scharbach und Unter-Schönmattenwag haben sich die Adjektivableitungen moosig und mosicht erhalten. In Auerbach zeigt die Kollektivbildung in den historischen Belegen Dehnungs-tii; in Hirschhorn ist Umdeutung aus Mast möglich. Allerdings weist auch die mündliche Form in Wald-Michelbach unorganisches /t/ im BT auf; das entspricht der im Odenwald üblichen Aussprache.
- Literatur
- Starck/Wells 422, Lexer 1, 2208 f., Baufeld 173 f.; Kluge/Seebold 568; DWB 6, 2518; SHessWb 4, 749 u. K. IV, 57, PfälzWb 4, 1410; Zernecke (1991), S. 354. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Moos; DWB: → moos; PfälzWb: → moos; Wörterbuchnetz: → Moos
- Referenz
- Vgl. Ase (Trebur) · Mosbach · Musen.

