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Südhessisches Flurnamenbuch

Hügel

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Deutung
Hügel ist eine ostmitteldt. Weiterbildung von ahd. houg, mhd. houc st. N. ‚Hügel‘ mit Diminutivsuffix -el, die im 16. Jh. durch Luther schriftsprachlich geworden ist. Obwohl auch in die Mundart eingewandert, konkurriert das Wort in Südhessen mit dem gleichbedeutenden, weiter verbreiteten Hübel und vor allem mit Buckel (s. d.). In FlN tritt Hügel seit der Mitte des 17. Jh.s auf, doch scheinen nicht wenige rezente Namen erst durch amtliche Verschriftung von älterem Hübel (s. d.) entstanden zu sein (vgl. Biebesheim am Rhein, Langen, Walldorf, Wolfskehlen). FlN mit Fugen-s gehen vielleicht auch auf den FamN Hügel zurück (Ober-Kinzig, Rod(BGS)?).
Literatur
Gottschald 264; Karg-Gasterstädt/Frings 4, 1300 f., Lexer 1, 1356; Kluge/Seebold 386; DWB 4, 2, 1873; SHessWb 3, 769, PfälzWb 3, 1216; HessFlNAtl K. 73; Dittmaier (1963), S. 117. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Hügel; DWB: → huegel; PfälzWb: → huegel; Wörterbuchnetz: → Hügel
Referenz
Vgl. Hauk · Hübel.