Hessische Biografie
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GND-Nummer
1105503461
Pauli, Christoph [ID = 6946]
- * 31.12.1565 Treysa, † vor 1.9.1616, evangelisch
Hofgerichtsrat, Kanzleirat - Biografischer Text
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Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Christoph Paul, (der Rechten Doktor), Sohn des Marburger Universitätsöconomus Hermann Paul und einer Tochter des Dr. Johann Fischer genannt Walter1, geboren 1565 Dezember 312, hatte 1589 Oktober 10 seine Studien so weit gebracht, daß er die Doktorwürde erwerben wollte, er wollte sie aber vorher gern am Hofgericht gebrauchten lassen, damit er dort etwas sehen und lernen möge3. Wenige Tage nachdem er cum laude publice disputiert hatte, verwandte sich Landgraf Ludwig am 15. Dezember 1589 bei Landgraf Wilhelm befürwortend, und am 16. Januar 1590 antwortete dieser zustimmend und erließ zugleich eine entsprechende Verfügung an den Hofrichter Arnd v. Viermünden. Paul blieb extraordinari Beisitzer bis zu seiner Bestallung zum Rat und Diener Landgraf Ludwigs am 1. Juni 15904. In dieser Stellung war er noch 15965. 1591 Mai 13 erhielt er von den drei Landgrafen eine Bestallung als sämtlicher Rat und Beisitzer des Hofgerichts6. Er verheiratete sich in Cassel 1592 August 28 mit Anna, Tochter des Kanzlers Reinhard Scheffer7. Noch 1597 Januar 6 finden wir ihn als Beisitzer am Hofgericht8.
- Strieder 12, 270. ↑
- Knetsch in der Hess. Chronik 1915 S. 122. ↑
- Akten betr. Behörden und Beamte (Samthofgericht zu Marburg 1552 bis 1676 I) ↑
- Ebd. ↑
- Hess. Denkwürdigkeiten IV 1 S. 5 f. ↑
- Konzept in Urkunden, Bestallungen; vgl. Akten betr. Behörden und Beamte (Samthofgericht zu Marburg 1552-1676 I). ↑
- Im Casseler Altstädter Kirchenbuch steht mit Schreibfehler: Anna, D. Reinharts Seliger, Canzler seligen Tochter. Sie starb 1650 Januar 28 (Knetsch in der Hess. Chronik 1915 S. 122). ↑
- Siehe Anm. 3. ↑
- Literatur
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- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Band 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 191
- Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 12, Kassel 1799, S. 270
