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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 30. Fritzlar

Niederzennern

Wüstung · 171 m über NN
Gemarkung Wabern (und Zennern), Gemeinde Wabern, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

4,5 km südöstlich von Fritzlar.

Lage und Verkehrslage:

1,5 km westlich von Wabern an der Gemarkungsgrenze nach Zennern; Flurname Nieder-Zennern.

Ersterwähnung:

1209

Siedlungsentwicklung:

Im Bereich der Wüstung karolingerzeitliche Keramikfunde.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1317: villa
  • 1366: Dorf
  • 1403: wüst

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3522596, 5663332
UTM: 32 U 522513 5661506
WGS84: 51.10460344° N, 9.321560181° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63402509002

Einwohnerstatistik:

  • 1403: wüst.
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1403/05: Landgrafschaft Hessen, Amt Felsberg, später Amt Homberg.
  • 1482: Gericht auf der Schwalm.

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1290: Bei der Erbteilung einer Fritzlarer Familie erhält Deutscher Orden Marburg einen Manus zu Nieder-Zennern.
  • 1317: Stift Fritzlar kauft einen Hof zu Nieder-Zennern, die Meisenbug entlassen gegen Stift Fritzlar einen Hof aus der Lehnschaft.
  • 1322: Die von Grifte übergeben dem Stift Fritzlar eine lehensfrei gemachte Hufe zu Nieder-Zennern.
  • 1366: Landgraf weist eine Rente auf Dorf Nieder-Zennern an.
  • 1376: Kurt von Hirzenrod verkauft eine Gülte von 3 Vogthufen zu Nieder-Zennern.
  • 1387: Nieder-Zennern landgräfliches Dorf.
  • 1502: Nieder-Zennern Mainzer Lehen.
  • 1574: Die von Baumbach nach Werner Holzsadel, dann Werner von Wallenstein mit Fruchtzins zu Nieder-Zennern belehnt, folgend Belehnungen bis 1823.

Zehntverhältnisse:

1209 und noch um 1450: Stift Fritzlar hat Zehnteinkünfte in Nieder-Zennern.

Ortsadel:

1222-1297.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1263: ecclesia.
  • 1298: plebanus.
  • 1317: Friedhof.

Pfarrzugehörigkeit:

Mit dem Wüstwerden des Ortes (um 1400) scheint die Pfarrei Nieder-Zennern nach Wabern verlegt worden zu sein.

Patronat:

1263 haben Sophie von Brabant und ihr Sohn Heinrich das Patronat über die Kirche in Wildungen vom Erzstift Mainz als Lehen inne.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archipresbyterat Fritzlar.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Niederzennern, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4364> (Stand: 9.2.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde