Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Neue Suche
 
Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
5019 Gemünden
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Ober-Langendorf

Wüstung · 245 m über NN
Gemarkung Langendorf, Gemeinde Wohratal, Landkreis Marburg-Biedenkopf 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

13,5 km nördlich von Kirchhain

Lage und Verkehrslage:

Wahrscheinlich an der Einmündung des Steinbachs in die Bentreff

Flurnamen Stumpf

Ersterwähnung:

1285

Letzterwähnung:

nach 1334

Siedlungsentwicklung:

Wüstung nach 1334

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3494200, 5645630
UTM: 32 U 494128 5643812
WGS84: 50.945896° N, 8.916416° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

53402203001

Verfassung

Altkreis:

Marburg

Herrschaft:

Im 13. Jahrhundert gehört Ober-L. zu den beiden Vogteien Wohra der Kloster Hersfeld und Fulda. Vgl. -> Langendorf (Ziff. 3a).

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Eine Trennung der Besitzverhältnisse zwischen Ober- und Nieder-Langendorf ist bei den folgenden Angaben nicht immer möglich.
  • 1236/1246 ertauscht Kloster Haina von dem Ritter Bruno von Winterscheid den Zehnten und ein Gut in Langendorf.
  • 1267 verzichtet Kraft, Sohn Krafts von Schweinsberg, auf alle Ansprüche und Güter in dem in seiner Vogtei gelegenen Dorf (Ober-, Unter-)Langendorf, die Kloster Haina unter seinem verstorbenen Vater, später unter seinem Onkel Guntram erworben hatte.
  • 1276 und 1285 bestätigen die Grafen von Ziegenhain den Besitz des Klosters.
  • 1285 bekunden die Grafen, daß Arnold von Langendorf, Hermann, Ditmar und Siegfried Müller ihre sämtlichen Vogtgüter in Ober-Langendorf mit Zustimmung des Vogts von Grüsen, der die Güter von den Grafen zu Lehen trägt, an das Kloster Haina verkauft haben.
  • Im gleichen Jahr lässt Ziegenhain Kloster Fulda Güterbesitz Kloster Hainas in Ober-Langendorf auf, den das Kloster samt der Vogtei von den Grafen zu Lehen trägt, und zwar mit der Bitte um Übereignung an das Kloster.
  • 1303 erwirbt Haina weiteren Güterbesitz in Ober-Langendorf.
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ober-Langendorf, Landkreis Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9205> (Stand: 8.11.2017)