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Hessische Biografie

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Portrait

Karl Heinrich Franz von Gareis
(1844–1923)

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GND-Nummer

102029032

Gareis, Karl Heinrich Franz von [ID = 11912]

* 24.4.1844 Bamberg, † 18.1.1923 München, katholisch
Prof. Dr. jur. – Jurist, Professor, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Gareis, Karl* Heinrich Franz
Wirken

Werdegang:

  • Besuch der Gymnasien in München und Amberg
  • Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten München (1863-1864), Heidelberg (1864-1865) und Würzburg (1865)
  • 14.3.1868 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Würzburg
  • 30.7.1870-1873 Habilitation und Privatdozent an der Universität Würzburg
  • 1870/71 Teilnehmer am Deutsch-Französischen Krieg
  • 6.8.1873-1875 ordentlicher Professor der Rechte an der Universität Bern
  • 21.6.1875-1888 ordentlicher Professor an der Juristischen Fakultät der Universität Gießen
  • 1878-1883 Vorsitzender des „Oberhessischen Vereins für Localgeschichte“, dann Ehrenvorsitzender
  • Juli 1878-Oktober 1881 Mitglied des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis Hessen 3: Alsfeld, Lauterbach, Schotten (Nationalliberale Partei)
  • 1879-1888 Mitglied des Provinzialausschusses Oberhessen
  • 1884-1888 Kanzler der Universität Gießen
  • 1884-1888 Mitglied der Ersten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen durch Ernennung zum Kanzler der Universität Gießen, 1.1.1884 Ernennung, 13.5.1884 Eid, 1.4.1888 Ausscheiden durch Entlassung als Kanzler (nationalliberal)
  • 20.2.1888-1902 ordentlicher Professor an der Universität Königsberg
  • 1893-1894 Rektor
  • 18.2.1894 Geheimer Justizrat
  • 15.4.1902-1917 ordentlicher Professor an der Universität München
  • 1912/13 Rektor der Universität München
  • 1917 Nobilitierung

Funktion:

  • Deutschland, Kaiserreich, Reichstag, Mitglied (NL), 1878-1881
  • Gießen, Universität, Kanzler, 1884-1888
  • Hessen, Großherzogtum, 24. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1884
  • Hessen, Großherzogtum, 25. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1884-1887
  • Hessen, Großherzogtum, 26. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1887-1888

Akademische Vita:

  • Bern, Universität / / / Professor / 1873-1875
  • Gießen, Universität / Juristische Fakultät / / ordentlicher Professor / 1875-1888
  • Königsberg, Universität / / / ordentlicher Professor / 1888-1902
  • München, Universität / / / ordentlicher Professor / 1902-1917

Akademische Ämter:

  • Gießen, Universität, Kanzler, 1884-1888

Werke:

  • Das deutsche Handelsrecht (7. Aufl. 1903)
  • Enzyklopädie und Methodologie der Rechtswissenschaft (5. Aufl. 1920)
  • Moderne Bewegungen in der Wissenschaft des deutschen Privatrechts (1912)
  • Institutionen des Völkerrechts (2. Aufl. 1901)

Lebensorte:

  • München; Amberg; Heidelberg; Würzburg; Bern; Gießen; Königsberg (Preußen)
Familie

Vater:

Gareis, Peter Wilhelm* Ritter von, GND, * Winklarn (Oberpfalz) 18.12.1806, † 20.3.1887, Königlich Bayerischer Senatspräsident, Ritter des Civil-Verdienst-Ordens

Mutter:

Bibra-Adelsdorf, Katinka Freiin von, 1824-1889

Partner:

  • Rothmaier, Clementine, (⚭ Brannenburg am Inn 16.8.1873) * Wolfratshausen 4.2.1855, † München 23.2.1913, Tochter des Clemens Rothmaier, Notar in München-Au

Verwandte:

  • Gareis, Hermann <Sohn>, 1875-1911, Arzt, starb durch Bakterienansteckung bei seinen Forschungen
  • Becker, Hedwig, geb. Gareis <Tochter>, 1878, verheiratet mit Georg Becker, Staatsanwalt in Nordhausen am Harz
  • Karcher, Erna, geb. Gareis <Tochter>, 1879, verheiratet mit Theobald Karcher, 1878-1950, in den Bergen abgestürzt, Oberverwaltungsgerichtsrat in München
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

Hessische Abgeordnete 1820–1933, Darmstadt 2008, S. 331. - Original: Staatsarchiv Darmstadt.

Zitierweise
„Gareis, Karl Heinrich Franz von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/102029032> (Stand: 10.2.2025)