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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
116895527
Scholderer, Otto Franz [ID = 17175]
- * 25.1.1834 Frankfurt am Main, † 22.1.1902 Frankfurt am Main
Maler, Grafiker - Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch der Musterschule in Frankfurt am Main
- 1849-1851 Studium der Malerei an der Städelschule bei Jakob Becker, Friedrich Eugen Peipers und Johann David Passavant, Bekanntschaft mit Victor Müller, der ihn an die französische Malerei heranführte
- 1857/58 in Paris, Freundschaft mit Henri Fantin-Latour
- 1858 in Frankfurt Bekanntschaft mit Gustave Courbet, anschließend vor allem in Frankfurt und Kronberg
- 1866-1868 in Düsseldorf
- 1868 mit Hans Thoma Reise nach Paris, Anschluss an den Kreis um Édouard Manet und Henri Fantin-Latour, blieb dort bis zum Kriegsausbruch 1870
- Winter 1870/71 bei Victor Müller in München
- ab 1871 in London, dort vor allem als Porträtmaler tätig
- 1884 Einbürgerung in London und Gründung einer Mal- und Zeichenschule für Mädchen
- 1899 schwer erkrankt, Rückkehr nach Frankfurt
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Netzwerk:
- Passavant, Johann David <Lehrer>, * 20.9.1787 Frankfurt am Main, † 12.8.1861 Frankfurt am Main, Maler, Kupferstecher, Kunstschriftsteller,
- Becker, Jakob <Lehrer>, * 15.3.1810 Dittelsheim bei Worms, † 22.12.1872 Frankfurt am Main, Maler, Radierer, Lithograf
- Eysen, Louis <Schüler>, * 23.11.1843 Manchester, † 21.7.1899 München, Maler
- Müller, Victor* Christian <Freund>, * 29.3.1830 Frankfurt am Main, † 21.12.1871 München, Maler, Zeichner
- Thoma, Hans <Freund>, * 2.10.1839 Bernau/Schwarzwald, † 7.11.1924 Karlsruhe, Maler, Grafiker
- Peipers, Friedrich Eugen <Lehrer>, * Stolberg/Rheinland 10.11.1805, † Frankfurt am Main 17.2.1885, Architekt, Landschaftsmaler, Vedutenmaler
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Werke:
- Selbstbildnis mit Palette und Pinseln, Gemälde, Städel Museum Frankfurt ca. 1861 – 1862
- Der Geiger am Fenster, Gemälde, Städel Museum Frankfurt 1861
- Stillleben mit blauer Vase und Pilzen, Gemälde, Städel Museum Frankfurt 1891
- Stilleben mit Birnen und Kirschen, Gemälde, Wallraff-Richartz-Museum Köln 1901
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Lebensorte:
- London; Frankfurt am Main; Kronberg im Taunus; Düsseldorf; Paris
- Familie ↑
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Vater:
Scholderer, Johann Christoph, * Degerloch (Württemberg) 10.6.1801, † Michelstadt 10.5.1855, Lehrer, Abgeordneter
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Mutter:
Kiefhaber, Emilie, 1805–1887
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Partner:
- Steuerwaldt, Luise, Heirat London 1871, aus Hildesheim
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Verwandte:
- Scholderer, Victor <Sohn>, (1880-1971)
- Müller, Ida, geb. Scholderer <Schwester>, (1837-1900) Ehefrau von Victor Müller
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 903 Nr. 10559 (Frankfurt am Main, Sterbenebenregister, 1902, Nr. 211)
- ISG FFM Bestand S2 Nr. 619
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Literatur:
- Jutta M. Bagdahn, Otto Franz Scholderer 1834–1902. Monographie und Werkverzeichnis, Berlin 2020
- Saur, Allgemeines Künstler-Lexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Erarbeitet, redigiert und hrsg. von Günter Meißner u. a. Bd.CII, 2019, 165
- Neue deutsche Biographie, Bd. 23, Berlin 2007, S. 441 f. (Jutta M. Bagdahn)
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 327 f. (Birgit Weyel)
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 721, Nr. 3952
- Ulrich Thieme (Hrsg.) Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. XXX, 1936, 242
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Bildquelle:
anonym, Scholderer-otto-in-1928-badische-heimat-s126, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)
- Zitierweise ↑
- „Scholderer, Otto Franz“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116895527> (Stand: 25.1.2026)
