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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 66. Hersfeld

Kühnbach

Siedlung · 245 m über NN
Gemarkung Petersberg, Gemeinde Bad Hersfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Siedlung

Lagebezug:

2,5 km südöstlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage:

1,5 km südwestlich von Petersberg. Die moderne Siedlung um den früheren Hof reicht teilweise bereits in die Gemarkung von Bad Hersfeld hinein. Heute spricht man auch von der Oberen und Unteren Kühnbach.

Ersterwähnung:

1335

Siedlungsentwicklung:

Im 17./18. Jh. war der Hof zeitweise wüst.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Vorwerk (1436)

Älteste Gemarkungskarte:

1768

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3551619, 5635392
UTM: 32 U 551524 5633577
WGS84: 50.851597° N, 9.731953° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63200208002

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 1 Wohngebäude mit 13 Bewohnern
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1436: Reichsabtei Hersfeld, Benediktinerpropstei Petersberg, Gericht Schildschlag (Herren von Buchenau)
  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Gericht Petersberg
  • 1771: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Gericht Petersberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Gericht Petersberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Gericht Petersberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Petersberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Gericht Petersberg (zuletzt Landgericht Hersfeld)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld (zu Petersberg)

Altkreis:

Hersfeld

Gericht:

Herrschaft:

Im 14./15. Jahrhundert haben die Adligen von Buchenau Herrschaftsrechte im Gericht Schildbach, zu dem Kühnbach gehört, als Herfelder Lehen inne, sind aber zeitweise gezwungen, Teile hiervon zu veräußern.

1436 bekennen die von Buchenau, dass sie ihr Vorwerk Kühnbach, das Wasser und die Fischweide der Haune und ihren Erbteil an dem Gericht Schildschlag für 150 Gulden dem Kloster St. Johannesberg verkauft haben.

1494 verkauft Engelhard von Buchenau für 2.000 Gulden verschiedene Dörfer, Wälder und Wüstungen u.a. Kühnbach an Landgraf Wilhelm von Hessen. Entgültig gelangt der Hof mit dem Ende des Stifts Herfeld 1651 an die Landgrafen.

Um 1760 heißt es: Dieser Hof gehörte vormals den landesfürsten, allein der höchstseelige herr Landgraf Carl hat solchen den ehemal hier gestanden inspector Doctor Mell geschenkt, von dessen erben aber wieder anderwerts verkauft worden.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.2.1967 wurde der in der Gemarkung gelegene Wohnplatz Kühnbach als Ortsteil von Petersberg benannt, das am 31.12.1971 als Stadtteil der Stadtgemeinde Bad Hersfeld eingegliedert wurde.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1335 schenken der Ritter Berthold von Buchenau und seine Ehefrau Elisabeth der Vikarie des Frauenbergs bei Hersfeld einen Zins von einem Pfund Wachs von Äckern in Kühnbach.
  • Das Kloster Johannesberg als Tochterkloster der Reichsabtei Hersfeld erwirbt 1436, 1455 und 1499 das Vorwerk Kühnbach bzw. Anteile daran.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1771 Petersberg eingepfarrt

Kultur

Schulen:

1771 nach Sorga

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Kühnbach, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2971> (Stand: 5.11.2025)