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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 66. Hersfeld

Sölzerhöfe

Gehöftgruppe · 212 m über NN
Gemarkung Sorga, Gemeinde Bad Hersfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Gehöftgruppe

Lagebezug:

3,5 km östlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage:

Unmittelbar nördlich an Sorga im Solztal anschließender und mit diesem verschmelzender Siedlungsbereich, ursprünglich bestehend aus einer Mühle und Höfen

Ersterwähnung:

1313

Siedlungsentwicklung:

Um 1610 bestehen die Sölzerhöfe aus einem Hof und einer Mühle

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1313)

Älteste Gemarkungskarte:

1871

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3553344, 5637891
UTM: 32 U 553249 5636075
WGS84: 50.873903° N, 9.75681° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63200209004

Einwohnerstatistik:

  • um 1610: 2 Hausgesessene zum Hof, 1 zur Mühle
  • 1628: 2 Hausgesessene zum Hof, 1 zur Mühle
  • 1673: 4 Hausgesessene
  • 1747: 8 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1885: 10 Gebäude mit 60 Bewohnern
  • 1895: 53 Einwohner
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1313: Reichsabtei Hersfeld, Kloster Petersberg, Vogtei Solz
  • 1556-71: Reichsabtei Hersfeld, Benediktinerpropstei Petersberg, Gericht Petersberg
  • 1610: Reichsabtei Hersfeld, Benediktinerpropstei Petersberg, Gericht Petersberg
  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt/Gericht Petersberg
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt/Gericht Petersberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt/Gericht Petersberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Gericht Petersberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Petersberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Gericht Petersberg (zuletzt Landgericht Hersfeld)

Altkreis:

Hersfeld

Herrschaft:

Bis zur Auflösung des Stifts Hersfeld und seinem endgültigen Übergang an die Landgrafschaft Hessen 1651 sind die Sölzerhöfe formal in hersfeldischem Besitz. Seit dem 14. Jahrhundert muss sich die Reichsabtei jedoch gegen stetig zunehmende Einflussnahme der Landgrafen von Hessen behaupten. Um 1495 beschwert sich der Abt von Hersfeld wegen hessischer Übergriffe in der Gegend des Seulingswaldes, der Fulda und des Baches Solz. Dabei werden auch die Sölzerhöfe genannt. Die Gerichtsbarkeit ist der Benediktinerpropstei Petersberg bis zum Ende der Stiftszeit zugeordnet. Diese Struktur wird auch in hessischer Zeit beibehalten.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Kloster Petersberg als Tochterkloster der Reichsabtei Hersfeld. 1313 verkaufen Kurt von Solz und seine Tochter Gisa ihre Güter in Solz dem Propst und Konvent des Klosters St. Petersberg für 26 Pfund Pfennige Hersfelder Währung.
Wirtschaft

Mühlen:

Die Sölzerhöfer Mühle wurde mit dem Wasser der Solz bis 1959 durch zwei oberschlächtige Wasserräder betrieben, dann erfolgte der Austausch gegen eine Turbine. Betrieben wurde bis zur Einstellung 1972 eine Mahlmühle mit zwei Walzenstühlen, einem Schrotgang, einem Plansichter und einer Mischmaschine.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Sölzerhöfe, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3411> (Stand: 28.10.2025)