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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
1102190756
Bodenbender, Ludwig [ID = 3764]
- * 20.9.1891 Salzböden, † 2.5.1962 Salzböden, evangelisch
Metallarbeiter, Bergmann, Gewerkschaftssekretär, Bürgermeister, Minister, Abgeordneter, Politiker - Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch der Volksschule
- ab 1905 Metallarbeiter
- 1909 Eintritt in die SPD und Mitbegründer des SPD-Ortsvereins Salzböden
- Engagement in der Gewerkschaft, deshalb 1912 Verlust des Arbeitsplatzes
- anschließend Bergmann in der Grube Fernie bei Gießen, dort Betriebsratsvorsitzender, Entlassung
- 1914-1918 Teilnehmer am Ersten Weltkrieg
- ab 1922 Gewerkschaftssekretär des Bergarbeiterverbandes
- 1924-1933 Gemeinderat von Salzböden und ehrenamtlicher Bürgermeister; Mitglied des Kreistages Wetzlar
- 1929-1933 Zahlstellenverwalter der AOK Ehringshausen
- nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten als Gemeindevorsteher abgesetzt
- 4.4.-7.7.1933 Mitglied des Nassauischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Wiesbaden für den Kreis Wetzlar (SPD)
- 1934 vier Wochen Haft in Wetzlar
- Arbeit in der elterlichen Landwirtschaft
- 1940-1945 Arbeit in einer Krofdorfer Firma
- 1945 Bürgermeister von Salzböden
- 15.7.-30.11.1946 Mitglied der Verfassungberatenden Landesversammlung Groß-Hessen
- 1.12.1946-30.11.1958 Mitglied des Hessischen Landtags (1946 über den Kreiswahlvorschlag des Wahlkreises XV, 1950 und 1954 für den Wahlkreis 17: Wetzlar bzw. Wetzlar-Nord), dort 1947-1950 Vorsitzender des Wiederaufbauausschusses, 1950-1953 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Forsten sowie des Hauptausschusses, 1954-1958 Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Forsten sowie des Hauptausschusses, 9.11.1949-14.1.1953 und 1955-1958 Vorsitzender der SPD-Fraktion
- 1948/49 Mitglied des Parlamentarischen Rats in Bonn
- 1949 Mitglied der 1. Bundesversammlung
- 1953-1955 Hessischer Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten und stellvertretendes Mitglied des Bundesrates
- 1956 Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern
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Funktion:
- Wiesbaden, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (SPD), 1933
- Groß-Hessen, Verfassungberatende Landesversammlung, Mitglied (SPD), 1946
- Hessen, 01. Landtag, Mitglied (SPD), 1946-1950
- Hessen, Landtag, Fraktionsvorsitz (SPD), 1949-1953
- Hessen, 02. Landtag, Mitglied (SPD), 1950-1954
- Hessen, 03. Landtag, Mitglied (SPD), 1954-1958
- Hessen, Landtag, Fraktionsvorsitz (SPD), 1955-1959
- Hessen, Ministerium für Landwirtschaft und Forsten, Minister, 1953-1955
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Lebensorte:
- Salzböden
- Familie ↑
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Vater:
Bodenbender, Johann Adam*, * Kirchvers 13.6.1850, † Salzböden 9.4.1919, evangelisch, Landwirt, Schäfer, Sohn des Johann Bodenbender und der Anna Seibert
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Mutter:
Fritz, Anna Maria, * Salzböden 2.9.1851, † Salzböden 1935, evangelisch, Heirat Salzböden 28.11.1884, Tochter des Johann Adam Fritz und der Katharina Margarete Wagner
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Partner:
- Rau, Elisabeth, (⚭ Salzböden 6.6.1922) * Salzböden 25.1.1896, evangelisch, Tochter des Peter Gessner, * Oberweidbach 12.9.1879, † Köln-Deutz 16.10.1911, und der Anna Maria Rau, * Salzböden 28.2.1873, † Salzböden 9.11.1951
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HHStAW Bestand 509 Nr. 6355 a-c
- HHStAW Bestand 518 Nr. 8968
- HStAM Bestand 905 Nr. 1265 (Salzböden, Geburtsnebenregister, 1891–1899, Nr. 22/1891)
- Beilage Nr. 11 zum Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 45 vom 11.11.1950, S. 76
- Staats-Anzeiger für das Land Hessen Nr. 47 vom 20.11.1954, S. 1114
- Staats-Anzeiger für das Land Hessen Nr. 50 vom 11.12.1954, S. 1196
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Literatur:
- Bermejo, Der Verfolgung ausgesetzt – Hessische Parlamentarier in der NS-Zeit, Wiesbaden 2016, Nr. 8, S. 28-30
- Burkardt/Pult, Nassauische Parlamentarier, Teil 2: Der Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden, Wiesbaden 2003, S. 44-46, Nr. 42
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 79 f.
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, Nr. 358
- Lengemann, Das Hessen-Parlament 1946–1986, Frankfurt am Main 1986, S. 214
- Beier, Arbeiterbewegung in Hessen, Frankfurt am Main 1984, S. 378 f.
- Becker, Hessischer Landtag 1946–1954, Wiesbaden 1978, S. 26
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Bildquelle:
Foto (Ausschnitt), um 1954/55; Urheberrechte: Foto Rudolph, Wiesbaden, vollständige und ausschließliche Nutzungsrechte: HHStAW, Nachweis in Arcinsys
- Zitierweise ↑
- „Bodenbender, Ludwig“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1102190756> (Stand: 2.5.2026)
