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Historisches Ortslexikon
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- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 12. Marzhausen / 19. Vatterode
Weitere Informationen
Gerwardshausen
-
Wüstung · 196 m über NN
Gemarkung Marzhausen, Gemeinde Neu-Eichenberg, Werra-Meißner-Kreis
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Wüstung
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Lagebezug:
8,5 km nordöstlich von Witzenhausen gelegen
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Lage und Verkehrslage:
1,2 km nordöstlich Marzhausen, nördlich der Straße Friedland - Elkershausen, im äußersten Zipfel des Werra-Meißner-Kreises gelegen
Flurnamen: "Kerbshausen", "Gerbershäuser Wiese"
-
Ersterwähnung:
1004
-
Historische Namensformen:
- Gerwardeshusen (997) [Unecht Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 34-35, Nr. 11]
- Gerwardeshusun (1004) [Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 35-37, Nr. 12]
- Gerwardeshuson, in villa que dicitur (um 1120) [Abschrift Hoffmann, Helmarshausen und Corvey, S. 102]
- Gerwardeshusun, in villula (1181) [Klosterarchive 2: Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, S. 505, Nr. 1365]
- Gerwardeshusen, in (1246) [Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 64, Nr. 49]
- Gerwardeshusen, in (1339) [Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 148-149, Nr. 180]
- Gerweshusen (1351)
- Gerwerdeshusen, zu (1364) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 588, Nr. 1467]
- Gerwartshusin, von (1374) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 459, Nr. 1188]
- Gerwartzhusin, von (1377)
- Gerwershusin, von (1397) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 596, Nr. 1483]
- Gerwirshusin, von (1400)
- Gerwershusen, zu (1419) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 601, Nr. 1499]
- Gerberßhusen, von (1484)
- Gerwigshusen, von (1486)
- Geruerszuszenn vor Fredelande (1532) [Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 409-410, Nr. 451]
- Garbershusen (1546)
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Bezeichnung der Siedlung:
- villa (997)
- locus (1004)
- villa (um 1120)
- villula (1181)
- Vorwerk (1419)
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3563023, 5698652
UTM: 32 U 562924 5696812
WGS84: 51.419021° N, 9.904928° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
63600905003
- Verfassung ↑
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Altkreis:
Witzenhausen
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 997 bestätigt König Otto III. dem Stift Hilwartshausen eine Schenkung der Witwe Helmburg, die u.a. aus Gütern in Gerwardshausen besteht.
- 1004: Helmburg schenkt dem Kloster Hilwartshausen Güter in Gerwardshausen.
- Um 1120: Kloster Helmarshausen besitzt 2 Huben zu Gerwardshausen, die später mit Marzhausen getauscht sind.
- 1181: Wezelin von Besse stiftet dem Kloster Weißenstein ein predium, Eckhard von Sandershausen eine Hufe zu Gerwardshausen.
- 1246: Gerhard von Marzhausen verzichtet zugunsten des Klosters Hilwartshausen auf die Erträgnisse eines Mansus zu Gerwardshausen.
- 1339: Hermann Zacher, Mündener Bürger, verkauft den Zehnten zu Gerwardshausen, den er von den von Stockhausen zu Pfand besaß, mit deren Erlaubnis dem Kloster Hilwartshausen.
- 1364: Wilhelmitenkloster Witzenhausen erhält von denen von Gerwardshausen eine Schenkung zu Gerwardshausen.
- 1419: Wilhelmitenkloster Witzenhausen erhält ein Selgerät zu Gerwardshausen von den von Gerwardshausen.
- 1526: Kloster Hilwartshausen überläßt Herzog Erich von Braunschweig 5 Hufen im Feld Gerwardshausen vor Friedland.
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Ortsadel:
1265 - 1486
- Nachweise ↑
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Quellen:
- Celle Or. 8 Bd. 1 Nr. 258, Staatsarchiv Hannover
- Hundelshauser Kopiar fol. 26v, Landesbibliothek Kassel
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Literatur:
- Zitierweise ↑
- „Gerwardshausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5798> (Stand: 4.2.2025)

