Hessische Biografie
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GND-Nummer
135965233
Feige, Ludwig [ID = 16752]
- * nach 1535 Kassel, † 18.1.1584 Waldkappel (in der Nähe von), evangelisch
JUD – Assessor, Rat, Hofgerichtsbeisitzer - Biografischer Text
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Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Ludwig Feige, jüngster Sohn zweiter Ehe des Kanzlers Johann Feige1, in Marburg immatrikuliert 1552 Juni 122, Dr. der Rechte 1568 November 233, soll Assessor am Hofgericht werden 1567 Juni 84, bestellt sicher August 29 mit Rückdatierung auf Mai 1, ist als Hofgerichtsbeisitzer nachweisbar 1568 November 235 bis 15716, wurde 1572 vor März 25 auf Präsentation der vier Landgrafen zum Assessor an das Kammergericht in Speyer eligiert und vociert7; sein Nachfolger am Hofgericht wurde anstatt des zuerst vorgeschlagenen8 Dr. Jost Reuber9 Dr. Johann Clotz. 1573 November 1 wurde er von Landgraf Wilhelm IV. zum Rat und Diener bestellt10 und blieb Rat in der Kanzlei zu Cassel bis zu seinem Tode11. Er starb 1584 Januar 18 nahe bei Waltcappell im Wagen12 und wurde am 21. Januar in der Freiheiter Kirche in Cassel begraben13.
- Teilungsrezeß über des Kanzlers Feige Verlassenschaft Cassel 1591 März 9: Abschrift im Besitze des Oberleutnants Scheffer in Wien; Mannbuch Bd. II. ↑
- Marburger Matrikel. ↑
- Mannbuch Landgraf Wilhelms IV Bd. I Bl. 109. ↑
- Grünbergischer Vergleich. Siehe Bd. 2 Nr. 93. ↑
- Mannbuch Landgraf Wilhelms IV Bd. I Bl. 109. ↑
- O. W. S. 225 (Casseler Geheimer Rat und Regierung 1563-1579 [!]). ↑
- Akten betr. Behörden und Beamte (Samthofgericht 1552-1676 I). ↑
- Der Grund für Dr. Reubers Ablehnung ist wegen der grundsätzlichen Auffassung Landgraf Wilhelms nicht uninteressant. Er schreibt nämlich an Landgraf Ludwig: das doctor Reuber, weil er ein auslender ist, an doctor Feygen statt ans hoffgericht bestelt werden solte, in dem haben wir allerhand bedenkens, und sonderlich wann dieselben etzwas bei uns gelernt, so kann man ihnen nicht gnugsamb geben, odder pritschen wider darvon und begeben sich an andere orte, und was sie alsdann von unsern und unserer furstentumbe und lande sachen und gelegenheiten erfahren, das prauchen und wenden sie alsdann wider uns selbst, halten derwegen viel besser sein, das sonstet uff ein inlendische hirzu qualificirte person gedacht werde, darvon wir dann e. l. meinung und gutachten, mit wem sie solchen ort zu ersetzen bedechten, freundlich erwarten. Vgl. Ledderhose, Kl. Schriften 4, 62. ↑
- Akten betr. Behörden und Beamte (Samthofgericht 1552-1676 I). ↑
- Revers in Urkunden, Bestallungen. ↑
- Er ist in der Zwischenzeit oft nachweisbar. ↑
- Casseler Altstädter Kirchenbuch. ↑
- Er heiratete 1569 Oktober 7 Anna, Tochter des Rentmeisters Hiob Schrendeisen in Homberg (Strieder 4, 94), gestorben Marburg 1620 März 27, 76 Jahr alt (Ms. Hass. 40 50 S. 49 Casseler Landesbibliothek). ↑
- Literatur
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- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 404
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 65 f.
- Heinrich Wilhelm Rotermund, Lexikon aller Gelehrten, die seit der Reformation in Bremen gelebt ..., Band 1, 1818, S. 111
- Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 4, Kassel 1784, S. 94 f.
- Caesar, Catalogus studiosorum scholae Marpurgensis, 3 Bde., Marburg 1875-1882
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 2: Urkunden und Akten, Marburg 1932, Nr. 93
