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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 43. Altmorschen

Heydau

Gehöftgruppe · 190 m über NN
Gemarkung Altmorschen, Gemeinde Morschen, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Gehöftgruppe

Lagebezug:

9 km südöstlich von Melsungen.

Lage und Verkehrslage:

0,5 km südlich der Ortsmitte von Altmorschen (angeschlossene Bebauung).

Ersterwähnung:

1235

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Auflösung des Gutsbezirks Heydau und Eingemeindung der Grundstücke nach Altmorschen.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Kapelle (bis spätestens 1235)
  • Kloster (ab spätestens 1235)
  • Jagdhaus (16. Jahrhundert)
  • Gut (1612)
  • Schloss und Meierei (1747)
  • Schloss und Vorwerk (1821)
  • Gutsbezirk (1926) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 235]
  • Domäne mit einem Schlosse (1926) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 235]
  • Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden von Hessen aus dem Jahre 1962 als Siedlungsplatz genannt.
  • Domäne, Hof, Jagdhaus, Kapelle

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3543279, 5659218
UTM: 32 U 543188 5657394
WGS84: 51.066439° N, 9.616359° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63401501001

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Anfang 15. Jahrhundert: Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
  • 1493: nimmt der Landgraf das Kloster in seinen Schutz
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Spangenberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen (zu Altmorschen gehörig)

Altkreis:

Melsungen

Gericht:

  • 1879: Amtsgericht Spangenberg (zu Altmorschen gehörig)
Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1235 besaß Hermann von Treffurt die Kapelle Heydau als Lehen von Fulda.
  • Spätestens 1235 befreite er sie vom Pfarrverband mit Altmorschen und stiftete hier das Zisterzienserinnenkloster Heydau (ZHG 9, S. 187-190).
  • Im 16. Jahrhundert baute Landgraf Philipp von Hessen das Kloster zu einem Jagdhaus um (Landau, Jagd und Falknerei, 199).
  • 1612 schenkte Landgraf Moritz das Gut der Langräfin Juliane.
  • 1668 verkaufte es Landgraf Ernst an Landgräfin Hedwig Sophie.
  • 1685 erwarb es Landgraf Karl.
  • Um 1900 Domäne mit einem Schlosse (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 235).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Um 1235 besaß Hermann von Treffurt die Kapelle Heydau als Lehen von Fulda.

Patrozinien:

  • Maria [spätestens 1235]

Pfarrzugehörigkeit:

Spätestens 1235 befreite Hermann von Treffurt die Kapelle vom Pfarrverband mit Altmorschen und stiftete hier das Kloster Heydau (ZHG 9, S. 187-190).

1872 gehörte die Domäne mit Schloss zur Pfarrei Altmorschen (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 396-398).

Klöster:

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Heydau, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4922> (Stand: 2.6.2025)