Hessische Biografie
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GND-Nummer
120079984
Meckbach, Wilhelm Rudolf [ID = 24903]
- * 1543, † 24.2.1603 Helmsdorf (Gut), Begräbnisort: Halle an der Saale
Jurist, Staatsmann - Biografischer Text
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Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Dr. Wilhelm Rudolf Meckbach1, Sohn des Rentmeisters Johann Meckbach d. Ä. zu Grünberg2, geboren 1543, studierte in Marburg und Jena die Rechte, absolvierte in Loewen, tat eine Reise nach Frankreich, promovierte in Orleans zum Lizentiaten der Rechte und kehrte 1565 nach Hessen zurück3. Am 6. Dezember 1566 promovierte er in Marburg zum Dr. jur.4. Landgraf Wilhelm IV. bestellte ihn 1567 Oktober 3 zum Rat und Diener in der Kanzlei5. Aus dieser Stellung wurde er entlassen 1573 März 256 und war seitdem Kanzler der vormundschaftlichen Regierung zu Coburg7. Aus diesem Amte wurde er 1578 April 11 entlassen8. Von 1582 Dezember 209 bis 1585 August 27 finden wir ihn als Kanzler und Rat Landgraf Wilhelms IV in Cassel. 1585 Dezember 31 wurde er zum Kanzler des Administrators von Magdeburg Markgrafen Joachim Friedrich von Brandenburg in Halle bestellt10. In dieser Stellung ist er zuletzt 1597 nachweisbar11. Er ging dann auf sein Gut Helmsdorf, das er vom Grafen von Mansfeld pfandweise innehatte, starb hier 160712 Februar 24 und wurde am 10. März in der Domkirche zu Halle begraben13. Sein Schwiegervater war der bekannte Jurist Schneidewin14.
- Siehe Stieve ADB 21, 158 f. und Knetsch ZHG 56, 168. ↑
- Strieder 8, 374 f., wo mehr. ↑
- Ebd. ↑
- Marburger Matrikel. ↑
- Revers in Urkunden, Bestallungen. ↑
- Er verpflichtete sich dabei gegen den Landgrafen, für die spätere Verheiratung der jungen Fräulein Landgraf Wilhelms mit den jungen Herzögen Sorge zu tragen, ferner die Grenzstreitigkeiten zwischen Sachsen und Hessen an der Werra schlichten zu helfen, und wenn er wieder in sein Vaterland käme, wollte er sich bei dem Landgrafen einen Dienst vorbehalten. ↑
- Siehe Anm. 5. ↑
- Verfügung des Kurfürsten August von diesem Datum. David v. Uttenhoven wurde sein Nachfolger: Auskunft des Sächsischen Haus- und Staatsarchivs in Coburg vom 6. Mai 1901. Nach Stieve a.a.O. falsch: 1578-1585 Kanzler in Coburg. ↑
- Landgraf Ludwigs IV. Briefwechsel mit den Landgrafen Wilhelm IV. und Moritz. O. W. S. 13. ↑
- Auskunft des Geheimen Staatsarchivs in Berlin vom 7. Mai 1901. Vgl. ADB Bd. 21 und Dreyhaupt, Beschreibung des Saalkreises Bd. 2 S. 667. ↑
- 1598 erscheint schon sein Nachfolger Dr. Henning Hamel: Auskunft des Staatsarchivs in Magdeburg vom 13. Mai 1901. ↑
- Stieve a.a.O. hat 1603. ↑
- Siehe Anm. 2. ↑
- Stammtafel in Kalkhofs Literalien (Casseler Landesbibliothek Ms. Hass. fol. 101 b). ↑
- Literatur
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- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 21, Leipzig 1885, S. 158 f. (Stieve)
Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 167 f.
Dreyhaupt, Pagvs Neletici et Nvdzici oder ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des zum ehemaligen Primat- und Ertz-Stifft nunmehr aber ... secularisirten Herzogthum Magdeburg gehörigen Saal-Creyses, Halle an der Saale 1755
Caesar, Catalogus studiosorum scholae Marpurgensis, 3 Bde., Marburg 1875-1882
Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 8, Kassel 1788, S. 374 f.
Knetsch, Landgraf Philipps Leibarzt Dr. Johann Meckbach und seine Sippe, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 56 (1927), S. 124-174
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 21, Leipzig 1885, S. 158 f. (Stieve)
