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Portrait

Maria Anna Johanna Ludovica Gräfin von Ingenheim
(1685–1764)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1403308349

Ingenheim, Maria Anna Johanna Ludovica Gräfin von [ID = 15954]

* 8.1.1685 Wanfried, † 11.6.1764 Erfurt, katholisch
Biografischer Text

Maria Anna war 1696 bis 1703 Kanonisse im Stift Thorn (bei Roermond, Provinz Limburg). Dann heiratete sie – angeblich auf väterlichen Druck – in unebenbürtiger Ehe den gewesenen Stallmeister des Vaters Daniel von Ingenheim, der aus einem elsässischen Adelsgeschlecht stammte und aufgrund der Eheschließung in den Reichsfreiherrenstand erhoben wurde. Nach dem Tod des Mannes 1723 lebte die Witwe in Erfurt, wo sie 1764 starb. Aus der Ehe gingen mehrere Söhne und Töchter hervor. Tochter Caroline Sophie (* Wanfried 2. August 1704, † München 27. Mai 1749) wurde mit ihrem aus einer Liaison mit dem bayerischen Kurprinzen und späteren Kaiser Karl (VII.) stammenden Sohn Franz Ludwig (1723–1780) zur Stammmutter der Grafenfamilie Holnstein in Bayern. Carlotta wurde mit dem 1703 als Page an den Münchener Hof gekommenen Grafen Franz Johann Hieronymus Spreti (1695–1777) verheiratet und begründete mit ihm den bayerischen Zweig der italienischen Familie. Von den Ingenheim-Söhnen erbte Wilhelm 1742 den Reichsfreiherrn-Titel. Ein ungenannter Sohn wurde 1745 kurbayerischer Hatschierleutnant. Carl Wilhelm war kurbayerischer Vizeoberstallmeister, Jägermeister, Oberstleutnant und Generaladjutant; er zeigte 1745 als Gesandter in Kurköln den Tod König Karls VII. an. Über einen Fortbestand der Familie in männlicher Linie ist nichts bekannt.

Uta Löwenstein

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 209)


Literatur