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Portrait

Anna Victoria Maria Christina Prinzessin Soubise
(1728–1796)

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GND-Nummer

1341775127

Soubise, Anna Victoria Maria Christina Prinzessin [ID = 15963]

* 25.2.1728 Rotenburg an der Fulda, † 8.4.1796 Paris, katholisch
Biografischer Text

Anna Victoria empfing 1742 eine Präbende im Stift Essen, erwirkte aber 1745 die vorzeitige Befreiung von der Residenzpflicht; im gleichen Jahr wurde sie Mitglied der Todesangst-Bruderschaft der Essener Jesuiten. Im Dezember 1745 wurde sie, zunächst in Anholt per Prokuration, dann persönlich im elsässischen Zabern mit dem bereits zweifach verwitweten, dreißig Jahre älteren Charles von Rohan-Soubise vermählt. Soubise war ein enger Vertrauter König Ludwigs XV., der diesen in seinen Feldzügen begleitete, schon 1746 Mecheln zur Kapitulation zwang und dafür zum Marschall von Frankreich ernannt wurde; 1751 war er Gouverneur von Flandern und Hennegau, dann auch Gouverneur der Festung Lille. Als Befehlshaber der französischen Truppen im Siebenjährigen Krieg erlitt er 1757 in der Schlacht von Rossbach eine empfindliche Niederlage, errang aber bereits im Folgejahr zusammen mit François de Broglie bei Lutterberg einen Sieg, der den Franzosen die Besetzung von Hessen-Kassel ermöglichte. Seine Ehe mit Anna Victoria blieb kinderlos. Charlotte de Rohan, eine Tochter aus der ersten Ehe des Fürsten Soubise mit Anna Louise de la Tour d’Auvergne, heiratete 1758 Ludwig/Louis von Condé, den Sohn von Anna Victorias Tante Caroline. Seit 1787 verwitwet, heiratete Anna Victoria, um sich gegen die Bedrohungen der Revolution zu schützen, den bürgerlichen Pariser Anwalt Jean François Morel, der sie im Prozess gegen eine ihrer Bediensteten um Lohnforderungen verteidigt hatte.

Uta Löwenstein

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 217 f.)


Literatur