Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

Adolph August Ludwig Wilhelm Alexander Alberti
(1855–1929)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

Alberti, Adolph August Ludwig Wilhelm Alexander [ID = 6243]

* 22.4.1855 Wörsdorf (heute Idstein), † 14.4.1929 Wiesbaden, evangelisch
Dr. jur. – Rechtsanwalt, Notar, Polizeipräsident, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch der Elementarschulen in Wörsdorf und Nastätten
  • Gymnasium in Hadamar
  • ab 1874 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Heidelberg, Bonn und Berlin
  • Große Staatsprüfung
  • 1883 Übernahme der Kanzlei des Wiesbadener Rechtsanwalts Friedrich Schenck, durch den er in enge Verbindung mit der Genossenschaftsbewegung kam, in der er sich zeitlebens engagierte
  • 1892 Mitglied des Aufsichtsrates des Wiesbadener Vorschussvereins (der späteren Wiesbadener Volksbank), deren Vorsitzender seit etwa 1895
  • 1893-1928 Direktor des Verbandes der Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften Mittelrhein
  • 1893-1925 Mitglied des Nassauischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Wiesbaden bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau für den Stadtkreis Wiesbaden, 1893-1910 für die Freisinnige Volkspartei, zeitweise Freisinnige Vereinigung, 1910-1918 für die Fortschrittliche Volkspartei, 1918-1925 für die DDP
  • von linksliberalen Ideen beeinflusst wurde er zum Anhänger von Eugen Richter, mit dem er einen Briefwechsel führte
  • kommunalpolitisch in Wiesbaden aktiv, zunächst im Bürgerausschuss, später (bis März 1924) in der Stadtverordnetenversammlung, dort 1902-1916 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, 1916-1923 Stadtverordnetenvorsteher
  • 1898 und 1903 erfolglose Kandidaturen für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Regierungsbezirk Wiesbaden 5: Dillenburg, Hachenburg, Herborn, Marienberg, Rennerod, Selters (Freie Vereinigung)
  • ab 1900 Mitglied des Landesausschusses, spätestens ab 1909 auch des Provinzialausschusses
  • 1907 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Regierungsbezirk Wiesbaden 2: Eltville, Langenschwalbach, Rüdesheim, Wehen, Wiesbaden (Freisinnige Volkspartei)
  • ab 1909 auch Vorsitzender des engeren Ausschusses und des Gesamtausschusses des Deutschen Genossenschaftsverbandes, über zwanzig Jahre lang Leiter der deutschen Genossenschaftstage
  • 1918 Vorsitzender (Präsident) des Kommunallandtags Wiesbaden und Präsident des XIII. Provinziallandtags Hessen-Nassau
  • 1918-1919 stellvertretender Polizeipräsident in Wiesbaden
  • während des Ruhrkampfes ausgewiesen
  • nachdem er sich Mitte der 1920er Jahre aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen hatte, wurde er Ehrenvorsitzender des Wiesbadener DDP

Funktion:

  • Wiesbaden, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied, 1893-1918
  • Hessen-Nassau, 05. Provinziallandtag, Mitglied, 1892
  • Hessen-Nassau, 06. Provinziallandtag, Mitglied, 1894
  • Hessen-Nassau, 07. Provinziallandtag, Mitglied, 1897
  • Hessen-Nassau, 08. Provinziallandtag, Mitglied, 1900
  • Hessen-Nassau, 09. Provinziallandtag, Mitglied, 1903
  • Hessen-Nassau, 10. Provinziallandtag, Mitglied, 1907
  • Hessen-Nassau, 11. Provinziallandtag, Mitglied, 1910
  • Hessen-Nassau, 12. Provinziallandtag, Mitglied, 1913
  • Hessen-Nassau, 13. Provinziallandtag, Mitglied, 1918
  • Wiesbaden, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (DDP), 1919-1925
  • Hessen-Nassau, 14. Provinziallandtag, Mitglied (DDP), 1920
  • Hessen-Nassau, 15. Provinziallandtag, Mitglied (DDP), 1921

Lebensorte:

  • Wörsdorf; Nastätten; Hadamar; Heidelberg; Bonn; Berlin; Wiesbaden
Familie

Vater:

Alberti, Georg Heinrich Theodor, * Orlen (heute Taunusstein) 15.12.1818, † Hadamar 25.8.1878, Oberförster, Sohn des Georg Philipp Ludwig Alberti, Schullehrer, und der Christine Margaretha Bach

Mutter:

Flick, Caroline Luise, * Arnoldshain 1825, † Wiesbaden 4.12.1894, 70 Jahre alt, evangelisch, Tochter des Carl Christian Flick, Pfarrer, und der Johannette Margarethe Herber

Partner:

  • Poths, Elisabeth* Margarethe Katharine Luise, (⚭ Wiesbaden 16.8.1886) * Wiesbaden 24.7.1865, † Wiesbaden 13.3.1925, evangelisch, Tochter des Christian Friedrich August Poths, Kaufmann, und der Auguste Dorothee Elisabeth* Seipel
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

Foto, undatiert, Quelle: HHStAW 3008/1 Nr. 11886 (beschnitten)

Zitierweise
„Alberti, Adolph August Ludwig Wilhelm Alexander“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1097764591> (Stand: 22.4.2026)