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Portrait

David Lucanus
(1528–1590)

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GND-Nummer

141922052

Lucanus, David [ID = 17348]

* 20.12.1528 Frankenberg (Eder), † 23.8.1590 Marburg, evangelisch
Dr. jur. utr. – Rat, Gesandter
Biografischer Text

Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch

David Lucanus (Lauck), Sohn des Bürgermeisters Johann Lauck d. Ä. in Frankenberg, geboren 1528 Dezember 30, auf den Schulen in Frankenberg und Wetter, dann auf der Universität in Marburg, wo er Magister artium wurde. Auf Empfehlung des in französischen Diensten stehenden ehemaligen hessischen Obersten Reifenberg, der mit dem französischen Gesandten Dufresne Bischof von Bayonne nach Marburg gekommen war, trat er in die Dienste des Letzteren als Geheimschreiber und Dolmetscher und wurde später von Reifenberg zum Kriegszahlmeister der in französischen Diensten stehenden deutschen Völker bestellt. Er studierte dann auf Reifenbergs Kosten in Paris und Bologna, wo er 1553 September 20 Baccalaureus und September 21 Licentiatus juris wurde, wurde 1555 Oktober 26 in Padua und 1557 in Bologna immatrikuliert und promovierte 1559 in Bourges zum Doktor beider Rechte1. 1564 August tritt er zuerst in der Kanzlei in Marburg auf2, wurde 1567 Mai 1 Landgraf Wilhelms IV. von Haus aus bestellter Diener und wurde 1568 Mai 12 von Landgraf Ludwig d. Ä. zum Rat und Diener bestellt3. Daß er zum Beisitzer des Hofgerichts ernannt worden sei, wie Knod will, ist nicht unwahrscheinlich, aber bisher nicht bewiesen. Er starb 1590 August 23 und wurde in Marburg begraben.


  1. Alles Vorstehende entnommen aus Knod S. 319.
  2. Frankenberger Exerzitienbuch Bl. 78.
  3. Reversalbuch 138 Bl. 17 ff.; Besoldungsbuch Landgraf Ludwigs; Reversalbuch 141 Bl. 10 ff. Er war verheiratet I. mit Ursula, Tochter des Vizekanzlers Valentin Breul und Witwe des Kammerschreibers Claus Waldenstein (Strieder 2, 43 f.), gestorben 1562 Dezember 2 (Saur S. 500), II. mit Katharina Moller aus Frankenberg (Knod), die falsche Angabe Heldmanns ZHG 27, 264 ist danach zu berichtigen.

Literatur