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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118554107
Huber, Victor Aimé [ID = 10252]
- * 10.3.1800 Stuttgart, † 19.7.1869 Wernigerode, katholisch; evangelisch-reformiert
Prof. Dr. med.; Dr. phil. h.c. – Nationalökonom, Sozialpolitiker, Literaturwissenschaftler, Romanist, Professor, Abgeordneter - Andere Namen ↑
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Weitere Namen:
- Huber, Viktor Aimé
- Huber, Victor Amadeus
- Wirken ↑
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Werdegang:
- nach dem Tod des Vaters Besuch des Fellenbergschen Instituts in Hofwil (Bern)
- 1816 Beginn des Medizinstudiums an der Universität Göttingen
- 4.11.1820 Promotion zum Dr. med. an der Universität Würzburg
- 1820-1828 Wanderjahre in Spanien, Frankreich, England, Schottland und Italien
- 1825 nach erfolglosem Examen an der Universität München Abkehr von der Medizin
- Oktober 1828 Lehrer der Geschichte und der neueren Sprachen an der Handelsschule in Bremen, dann am dortigen Gymnasium
- 15.11.1829 Übertritt zur reformierten Kirche
- 3.5.1833 ordentlicher Professor der neueren Literatur und Geschichte an der Universität Rostock
- 19.5.1836 Entlassung aus dem mecklenburgischen Staatsdienst
- 8.6.1836 ordentlicher Professor der abendländischen Literatur an der Universität Marburg mit der Ermächtigung zu akademischen Vorlesungen über neuere Geschichte; eingeführt 27.10.1836
- 1839 und 1843 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg
- 11.1839-1841 Mitglied der Kurhessischen Ständeversammlung als Vertreter der Universität Marburg
- Hauptvorlesungen über englische, französische, spanische Literatur; lehrte englische, französische, spanische, lusitanische und italienische Sprache sowie neuere Geschichte Europas
- 28.6.1843 ordentlicher Professor der neueren Philologie, Literatur und Literaturgeschichte an der Universität Berlin
- 31.8.1843 Entlassung aus dem kurhessischen Staatsdienst
- 1845-1848 Herausgabe der ersten deutschen konservativen Zeitschrift „Janus, Jahrbücher deutscher Gesinnung, Bildung und Tat“
- konservativer Politiker und Sozialreformer, einer der geistigen Wegbereiter der Genossenschaftsbewegung
- 21.6.1851 in Berlin mit Pension entlassen
- Umzug nach Wernigerode
- tätig für Hebung der Handwerker, Gründer von Darlehens- und Vorschussvereinen, Genossenschaftstheoretiker
- 1865 Dr. phil. h.c. in Wien
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Funktion:
- Marburg, Universität, Philosophische Fakultät, Dekan, 1839
- Kurhessen, 07. Landtag, Mitglied, 1839-1841
- Marburg, Universität, Philosophische Fakultät, Dekan, 1843
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Akademische Qualifikation:
- 4.11.1820 Promotion zum Dr. med. an der Universität Würzburg
- 1865 Dr. phil. h.c. der Universität Wien
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Akademische Vita:
- Rostock, Universität / Philosophische Fakultät / neuere Literatur und Geschichte / ordentlicher Professor / 3.5.1833 bis 19.5.1836
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / abendländische Literatur mit der Ermächtigung zu akademischen Vorlesungen über neuere Geschichte / ordentlicher Professor / 8.6.1836 bis 1843
- Berlin, Universität / Philosophische Fakultät / neuere Philologie, Literatur und Literaturgeschichte / ordentlicher Professor / 28.6.1843 bis 21.6.1851
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Akademische Ämter:
- 1839 und 1843 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg
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Lebensorte:
- Hofwil; Bern; Göttingen; Würzburg; München; Bremen; Rostock; Marburg; Berlin; Wernigerode
- Familie ↑
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Vater:
Huber, Ludwig Ferdinand, GND, * Paris 14.9.1764, † Ulm 24.12.1804, Schriftsteller, Sohn des Michael Huber, GND, * Frontenhausen bei Vilsbiburg (Niederbayern) 27.9.1727, † Leipzig 15.4.1804, Sprachlehrer, Übersetzer, Kunstwissenschaftler
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Mutter:
Heyne, Marie Therese, * Göttingen 7.5.1764, † Augsburg 15.6.1829, Witwe des N.N. Forster, Schriftstellerin
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Partner:
- Klugkist, Auguste, Heirat 1830, Tochter des Hieronymus Klugkist, GND, 1778–1851, Senator in Bremen
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Verwandte:
- Müller, Julius <Schwager>, 1801–1878, Theologe, Pfarrer, Professor an den Universitäten Göttingen, Marburg und Halle
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 16 Nr. 3680
- HStAM Bestand 16 Nr. 3682
- HStAM Bestand 16 Nr. 3685
- HStAM Bestand 16 Nr. 3686
- HStAM Bestand 73 Nr. 1460/1
- HStAM Bestand 73 Nr. 1460/2
- HStAM Bestand 73 Nr. 1460/3
- HStAM Bestand 305a Nr. 6022
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Literatur:
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 13, Leipzig 1881, S. 249-258 (R. Elvers)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 9, Berlin 1972, S. 688 f. (Hans-Joachim Schoeps)
- Grothe, Die Abgeordneten der kurhessischen Ständeversammlungen 1830–1866, Marburg 2016, Nr. KSV-201
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 194
- Gundlach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Marburg 1927, Nr. 718
- Losch, Die Abgeordneten der Kurhessischen Ständeversammlungen von 1830 bis 1866, Marburg 1909, S. 29 f.
- Rudolf Elvers, Victor Aimé Huber. Sein Werden und Wirken, 2 Bde., Bremen 1872/1874
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Bildquelle:
„Victor Aimé Huber“ (Federzeichnung · 23,3 x 27,4 cm, beschnitten), in: Ferdinand Justi, Icones Professorum Marpurgensium. Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg (Inventar-Nr. 28.214) / Foto: Bildarchiv Foto Marburg (Thomas Scheidt)
- Zitierweise ↑
- „Huber, Victor Aimé“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118554107> (Stand: 19.7.2025)
