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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
1341777294
Pfeiffer, Karl Johann [ID = 20426]
- * 6.3.1814 Frankenberg (Eder), † 26.2.1883 Kassel, evangelisch-lutherisch
Jurist, Staatsrat, Minister - Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch des Weilburger Gymnasiums
- ab 24.3.1832 Jurastudium an der Universität Marburg, dort 7.11.1835 Fakultätsexamen und 15.4.1836 Staatsexamen
- 16.5.1836 Eintritt in den hessischen Staatsdienst als Rechtspraktikant beim Justizamt Gudensberg
- 7.8.1839 Referendar beim Obergericht Marburg
- 17.6.1841 Amtsassessor in Grebenstein
- 14.12.1843 Sekretär im kurhessischen Justizministerium
- 23.1.1847-Dezember 1848 Beauftragung mit der Teilnahme an den Arbeiten bei der Leitung der Staatsprozesse
- 4.1.1849 Obergerichtsrat am Obergericht Rotenburg an der Fulda
- 16.6.1851 Versetzung an das Kasseler Obergericht
- 1852-1862 Mitglied des Konsistoriums in Kassel
- 15.4.1852 außerordentlicher außerordentlicher Referent im kurhessischen Justizministerium
- 22.7.1853 Vortragender Rat und ordentlicher Referent im kurhessischen Justizministerium
- 1856-1860 Mitglied des Disziplinargerichtshofs erster Instanz
- 22.11.1857 Geheimer Justizrat
- 21.6.1862-5.11.1865 Vorstand des kurhessischen Justizministeriums
- 4.8.1862 er bat zusammen mit Dehn-Rotfelser und von Osterhausen um seine Entlassung, da der Kurfürst am selben Tage K. F. von Stiernberg als Vorstand des Innenministeriums entlassen hatte - die Aktion hatte Erfolg: v. Stiernberg konnte bleiben
- 12.1.1863 nach der Entlassung von Dehn-Rotfelser erklärte er zusammen mit von Osterhausen und K. F. v. Stiernberg dem Kurfürsten, dass die verbliebenen Ministerialvorstände sich den Forderungen von Dehn-Rotfelser für das Außenressor anschlössen und - falls seine Entlassung nicht auf einer irrigen Unterstellung beruhe - ihre Entlassung ebenfalls anheimstellten - der Kurfürst nahm daraufhin Verhandlungen auf, die später sogar zur Ernennung von Dehn-Rotfelser zum Minister führten
- 20.11.1863 Staatsrat
- 5.7.-13.9.1864 gleichzeitig Beauftragung mit der Versehung der Geschäfte eines Vorstandes des Innenministeriums
- am 5.11.1865 auf Nachsuchen von der Stelle des Vorstandes entbunden
- 1.2.1866 Referent für Rekurs- und Konfliktsachen im Gesamtstaatsministerium, zugleich beauftragt als Vortragender Rat im Geheimen Kabinett und ab 16.2.1866 gleichzeitig Übertragung der Protokollführung in den Hauptsitzungen des Gesamtstaatsministeriums
- 18.3.1866 gegen ihn und seinen Nachfolger Abée richtete sich die letzte ständische Ministeranklage, beide beschuldigte man der Verfassungsverletzung, da sie das Provisorische Gesetz über das Appellationsgericht 1851 nicht zurückgezogen hätten - zu einer Verhandlung kam es aber nicht mehr
- 25.4.1866 Direktor des Obergerichts Fulda
- durch Preußen noch 1866 zur Disposition gestellt
- 8.7.1860 kurhessischer Wilhelms-Orden 4. Klasse
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Funktion:
- Kurhessen, Justizministerium, Minister, 1862-1865
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Lebensorte:
- Weilburg; Marburg; Gudensberg; Grebenstein; Rotenburg an der Fulda; Kassel
- Familie ↑
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Vater:
Pfeiffer, Philipp Christoph, † Frankenberg (Eder), Pfarrer
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Mutter:
Clemen, Johann Friederike Wilhelmine Caroline, † Marburg
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Partner:
- Hildebrand, Cäcilie, (⚭ Kassel) † 1876
- Jungcurt, Friederike Sophie Henriette, (⚭ Kassel 23.10.1877) * Bergen 25.12.1830, Tochter des Friedrich Conrad Jungcurt und der Friederike Marie Caroline Hildebrandt
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 910 Nr. 5150 (Kassel I, Heiratsnebenregister, 1877, Nr. 362)
- HStAM Bestand 910 Nr. 5349 (Kassel I, Sterbenebenregister, 1883, Nr. 242)
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Literatur:
- Kassel Lexikon, hrsg. von der Stadt Kassel, Bd. 2, Kassel 2009, S. 130 f. (Karl-Heinz Nickel)
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 482 f.
- Höffner, Kurhessens Ministerialvorstände der Verfassungszeit 1831–1866, Gießen 1981, S. 252-255
- Zitierweise ↑
- „Pfeiffer, Karl Johann“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1341777294> (Stand: 26.2.2026)
