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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 42. Homberg

Burg Homberg (Efze)

Burg · 377 m über NN
Gemarkung Homberg (Efze), Gemeinde Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Burg

Lagebezug:

Am Nord-Rand der Stadt Homberg (Efze) gelegen.

Lage und Verkehrslage:

Auf einem aus der Efze-Niederung hoch aufragenden Basaltkegel die Ruine der wüsten Burg. Umfängliche, halbovale Anlage mit gerader Front nach Westen; Ringmauer weitgehend erhalten. An der Nordwest-Ecke ehemaliges Haupttor. Ehemaliger Zwingervorbau im Nordwesten vorgelegt. Gebäudereste im Inneren der Burg.

Ersterwähnung:

1162

Letzterwähnung:

1648

Siedlungsentwicklung:

Ab 1162 erwähnt.

1508: durch Erzbischof Hermann von Köln abgebrochen und als Wohngebäude größer aufgebaut.

1607: Palaserneuerung.

1636: Belagerung durch Kaiserliche (große Bresche),

1640: Zerstörung durch bayerische Truppen.

1647: Neubefestigung durch Kaiserliche.

1648: Beschießung durch Hessen, anschließend Ruine.

Historische Namensformen:

  • Hohenberg, de (1162) [Wenck HLG Urkundenbuch III Nr. 76]
  • Hohenberc, de (1189)
  • Hoinberg, de [XII]
  • Honberg, de (1194)
  • Honberch, de (1209)
  • Hohenberch, de (1219)
  • Hoinberc, de (1220)
  • Homberc, de (1227)
  • Hoenberg (um 1230)
  • Honburc (1234)
  • Hoemberg (1241)
  • Hoinberg (1268)
  • Honbergk (1270) [XVI]
  • Homberg, de (1285)
  • Hohemberg, de (1285)
  • Hohinberg, de (1291)
  • Hoynberc, de (1291)
  • Hoenberch, von (1315)
  • Hoenbergk (1452)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3528565, 5655824
UTM: 32 U 528480 5654001
WGS84: 51.036851° N, 9.40619° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63400906021

Verfassung

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Ursprünglich Hersfelder Lehnshoheit.
  • Burg Homberg vor 1190 vermutlich durch die von Homberg erbaut.
  • Um 1190: landgräflich; vgl. Stadt Homberg (Efze) > Verwaltungsbezirk.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Landgraf Heinrich II. beauftragt den Priester des von Hessen im Sankt Georgskloster gestifteten Elisabeth-Altars mit dem Meßdienst und Seelsorge auf dem Schloss.
  • 1425: Dem Erzbischof von Mainz werden vom Altar auf dem Schloss 30 Schillinge gezahlt.
Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

Ab 1231 "Haus" Homberg als Mittelpunkt des werdenden Gerichts und Amts Homberg erkennbar (s. u. Stadt Homberg (Efze)).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Burg Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4432> (Stand: 8.11.2017)