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Historisches Ortslexikon
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 70. Niederweimar
Herzhausen
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Wüstung · 257 m über NN
Gemarkung Leidenhofen, Gemeinde Ebsdorfergrund, Landkreis Marburg-Biedenkopf
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Wüstung
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Lagebezug:
11 km südlich Marburg
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Lage und Verkehrslage:
Ca. 1,5 km südöstlich Leidenhofen im Tal des Seltengroß-Baches
Flurnamen: Dorfwiese (1753); zu Herzhausen; im Aullofen (1778)
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Ersterwähnung:
1358
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Siedlungsentwicklung:
Töpfersiedlung des Hoch- und Spätma.; Reste zweier Töpferöfen mit zahlreichem Fundmaterial
Auf eine wilde Mühle deuten die Flurnamen: Mühlloch, -acker, -wiese
Ortswüst vor 1537
Gemarkung Kt.: 1753 und 1768
Keramikfunde des 13.-15. Jahrhunderts
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Historische Namensformen:
- Hirzhusen (1358) [Historisches Ortslexikon Kurhessen S. 231]
- Herßhusen (1414)
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3488140, 5620180
UTM: 32 U 488070 5618372
WGS84: 50.717029° N, 8.831014° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
53400807001
- Verfassung ↑
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Altkreis:
Marburg
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Gemeindeentwicklung:
Am 1.7.1974 wurde Herzhausen im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Dautphetal eingegliedert.
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1358 und 1491: Einkünfte des Deutsche Orden Marburg
- 1414 sind die von Schutzbar genannt Milchling von den Landgrafen mit Herzhausen belehnt; spätere Belehnungen betreffen offenbar nur noch die Feldmark von Herzhausen
- 1537 beansprucht die Gemeinde Leidenhofen gegenüber den Milchling die Gemarkung der Wüstung Herzhausen
- 1604 wird die Feldmark größtenteils von Bauern aus Leidenhofen bestellt
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Kern, Amöneburger Becken, S. 75-80 (Plan)
- Historisches Ortslexikon Marburg, S. 128
- Zitierweise ↑
- „Herzhausen, Landkreis Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9165> (Stand: 8.11.2017)

