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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 12. Marzhausen / 19. Vatterode

Bremerode

Wüstung · 250 m über NN
Gemarkung Marzhausen, Gemeinde Neu-Eichenberg, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

7 km nordöstlich Witzenhausen gelegen

Lage und Verkehrslage:

Hart an der Grenze Marzhausen-Hebenshausen, westlich der Straße Marzhausen-Hebenshausen gelegen; Flurbezeichnung Bremerode

Ersterwähnung:

1327

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf (1426)
  • Wüstung (1443)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3562623, 5696761
UTM: 32 U 562664 5694718
WGS84: 51.400222° N, 9.90082° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63600905001

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Um 1400: Herrschaft Everstein (als Lehen ausgetan)
  • 1426: Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, Lehen der von Bischoffshausen
  • 1461: Landgrafschaft Hessen, Lehen der von Bischoffshausen
  • 1443: Herrschaft von Plesse
  • 1461: Hessen

Altkreis:

Witzenhausen

Herrschaft:

1327: Bremerode ist zum Schloss Rusteberg leistungspflichtig

1352: Johann Reyme von Allerberg entsagt für seinen Stiefbruder Günter von Bovenden dem Leibgedinge seiner Mutter und andere zu Bremerode

1382: Werner vondem Berge bestätigt dem Graf von Everstein die Belehnung mit Hufen zu Bremerode

1384: Graf Hermann von Everstein belehnt Hans von Berlepsch unter anderem mit Gütern zu Bremerode

1392: Belehnung des Hans von dem Hagen durch denselben

Die Herrschaftsverhältnisse sind im 15. und 16. Jahrhundert zwischen dem Herzogtum Braunschweig und der Landgrafschaft Hessen strittig, bis es Hessen schließlich gelingt, sich durchzusetzen.

1426: Herzog Otto von Braunschweig-Lüneburg belehnt Hermann von Bischoffshausen mit dem Dorf Bremerode, wie es zuvor Bernhard von dem Hagen und Hermann von dem Berge von den Herren von Everstein zu Lehen hatten

1443: Johann von Plesse belehnt Herrmann von Bischoffshausen mit der Wüstung Bremerode

1444: Hermann von Bischoffshausen verpflichtet sich gegen Jan von Plesse, die Lehnsgüter, die er an die von Hanstein verpfändete, binnen 6 Jahren wieder einzulösen. Darunter: Wiese und Geld in der Wüstung Bremerode

1461: Landgraf Ludwig belehnt Ernst von Bischoffshausen mit der Wüstung Bremerode. Es folgen weitere Belehnungen bis 1828

1559: Erzbischof Daniel von Mainz belehnt die von Westernhagen mit 6 Hufen zu Bremerode

1573: Landgraf Wilhelm gibt seine Zustimmung, daß Hans Wilhelm von Bischoffshausen seine Frau mit Lehen zu Bemerode bewittumt.

Besitz

Zehntverhältnisse:

1571: Zehnter z.B. plessisches Lehen des Hans Olibütt (von Marzhausen ?)

Nachweise

Quellen:

  • Cal. Or. 81h.
  • Cal. Br. Arch. Des. 33 II fol. 85, alle Staatsarchiv Hannover

Literatur:

Zitierweise
„Bremerode, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5453> (Stand: 27.3.2026)