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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 34. Waldkappel

Rudolfshausen

Wüstung · 243 m über NN
Gemarkung Waldkappel, Gemeinde Waldkappel, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

10, 5 km westsüdwestlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage:

Wüst im Gericht Bischhausen, unterhalb der Mündung des Rodebachs in die Wehre gelegen

Vgl. die Wüstung Rondelshausen (s. d.)

Aufgrund fehlender archäologischer Nachweise (nur Streufunde) kann die Wüstung vorerst nur ungefähr an der vermuteten Stelle rund 3 km nordöstlich der Stadtmitte von Waldkappel lokalisiert werden.

Ersterwähnung:

1195

Letzterwähnung:

1592

Siedlungsentwicklung:

In einem Weistum von 1441 wird die Feldmark von Rudolfshausen umschrieben.

1535 wird der Ort zwar als Wüstung erwähnt, zugleich nennt man aber auch dortige Einwohner (Akten des Landvogts an der Werra). Zumindest ist dann "Rodelshausen" auf Mercators Karte von 1592 als Wüstung auf beiden Ufern des Rodenbachs eingetragen.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • curtis (1195)
  • Dorf (1369)
  • 1535: als Wüstung erwähnt, aber dortige Einwohner genannt
  • 1592: wüst

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3564198, 5668837
UTM: 32 U 564098 5667009
WGS84: 51.150936° N, 9.916464° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63601215011

Verfassung

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

Herrschaft:

1405 bittet Hartrad von Hundelshausen Landgraf Hermann, seinen Eidam Gerlach Meysenbug mit Gefällen zu Rudolfshausen zu belehnen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Das Kloster Germerode erhielt 1277 vom Grafen von Bilstein die volle Gerichtsbarkeit zu 'Rudolfizhusen'. 1369 wird festgestellt, dass alles Eigentum im Ort dem Kloster Germerode gehört. Es werden 7 Hofstätten erwähnt, die an Leute von Begental vertauscht seien. Vor 1448 hat das Kloster sein Vorwerk dem Henne Ichendurff zu Erbe verliehen. Nach dessen Tod übenehmen die Kinder. Nach den Zinsregistern 1451 und 1480 leistet Rudolfshausen 15 Diensttage.
  • Kloster Bursfelde veräußert 1446 seinen Besitz in Rudolffshausen mit Zustimmung des Mainzer Erzbischofs an die Boyneburger.
Wirtschaft

Mühlen:

1376 werden Müller und Mühle in Rudolfshausen genannt [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 461, Nr. 1193]

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Rudolfshausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6810> (Stand: 11.9.2024)