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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118545248
Hamann, Richard [ID = 5132]
- * 29.5.1879 Seehausen (Börde), † 9.1.1961 Immenstadt im Allgäu, evangelisch
Prof. Dr. phil. – Professor, Kunsthistoriker - Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch der Bürgerschule Magdeburg und des Gymnasiums Kloster Unsere Lieben Frauen in Magdeburg, dort 1898 Abitur
- 1898-1902 Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Berlin
- 28.5.1902 Promotion zum Dr. phil. in den Fächern Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Berlin
- nach der Promotion Studien an der Universität Freiburg im Breisgau
- Krankheit und Tätigkeit als Hauslehrer
- ab 1905 Forschungsstipendium
- 1911 Habilitation und Venia legendi für Kunstgeschichte an der Universität Berlin
- 1911-1913 Professor für Kunstgeschichte an der Königlichen Akademie Posen (heute Poznań/Polen)
- 25.5.1913 Ernennung zum ordentlichen Professor für Kunstgeschichte an der Universität Marburg
- 1914-1918 Kriegsdienst
- 1918 Gründung der fotografischen Abteilung am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Marburg, später Bildarchiv Foto Marburg
- 1929 Gründung des Forschungsinstituts für Kunstgeschichte an der Universität Marburg
- Sommersemester 1934 Beurlaubung
- 1939-1945 Mitarbeiter im Kunstschutz während des Zweiten Weltkrieges
- 1947-1957 Gastprofessor für Kunstgeschichte an der Universität Berlin
- 1949 Emeritierung
- seit 1949 Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR
- Auszeichnung mit dem Nationalpreis der DDR
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Studium:
- 1898- 1902 Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Berlin
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Netzwerk:
- Dilthey, Wilhelm* Christian Ludwig <Lehrer>, GND, 1833–1911, Theologe, Philosoph
- Wölfflin, Heinrich <Lehrer>, GND, * Winterthur 21.6.1864, † Zürich 19.7.1945, Kunsthistoriker
- Deckert, Hermann* Siegfried Joachim <Schüler>, GND, 1899-1955, Kunsthistoriker
- Hermand, Jost <Schüler>, GND, *1930, Literaturwissenschaftler
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Akademische Qualifikation:
- 28.5.1902 Promotion zum Dr. phil. in den Fächern Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Berlin mit der Schrift „Das Symbol“
- 1911 Habilitation und Venia legendi für Kunstgeschichte an der Universität Berlin
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Akademische Vita:
- Posen, Königliche Akademie / / Kunstgeschichte / Professor / 1911-1913
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Kunstgeschichte / ordentlicher Professor / 1913-1949
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Mitgliedschaften:
- seit 1949 Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR
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Werke:
- Der Impressionismus in Leben und Kunst (1907)
- Der Magdeburger Dom. Zur 700jährigen Wiederkehr des Gründungstages (1909)
- Der Magdeburger Dom. Beiträge zur Geschichte und Ästhetik mittelalterlicher Architektur, Ornamentik und Skulptur, 1910 (mit Felix Rosenfeld).
- Ästhetik, 1911.
- Die Deutsche Malerei im 19. Jahrhundert, 1914.
- Deutsche und französische Kunst im Mittelalter, 2 Bde., 1922–1923.
- Die deutsche Malerei vom Rokoko bis zum Expressionismus, 1925.
- (Hrsg.) Die frühmittelalterlichen Bronzetüren, 4 Bde., 1926–1953.
- Aufsätze über Ästhetik, 1948.
- Die Abteikirche von St. Gilles und ihre künstlerische Nachfolge, 3 Bde., 1955, 2. Auflage 1956.
- Deutsche Kunst und Kultur von der Gründerzeit bis zum Expressionismus, 3 Bde., 1959–1965 (mit Jost Hermand).
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Lebensorte:
- Magdeburg; Berlin; Freiburg im Breisgau; Posen; Marburg
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Statusgruppe:
Wissenschaftler/in
- Familie ↑
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Vater:
Hamann, Heinrich, 1847-1933, Postschaffner, Sohn des Joachim Heinrich Daniel Hamann und der Catharina Maria Heuer
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Mutter:
Banko, Elisabeth, * 1853, Tochter des Friedrich Gottlieb Banko und der Catharina Elisabeth Templin
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Partner:
- MacLean, Emily, (⚭ Berlin 1907) 1875-1963, Tochter des Laughlan MacLean, 1841-1906, Domänenpächter in Karlsmarkt, Kreis Brieg, und der Minette Küstner
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Verwandte:
- Hamann-MacLean, Richard <Sohn>, 1908-2000, Professor der Kunstgeschichte
- Nachweise ↑
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Quellen:
- Nachlass: Universitätsbibliothek Marburg
- HHStAW Bestand 504 Nr. 11561
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Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 7, Berlin 1966, S. 578 f. (Frieda Dettweiler)
- Angela Matyssek, Kunstgeschichte als fotografische Praxis. Richard Hamann und Foto Marburg, Berlin 2009
- Jost Hermand, Der Kunsthistoriker Richard Hamann. Eine politische Biographie. 1879-1961, Köln 2009
- Hans-Joachim Kunst, Heiko Laß, Dirk Richhardt, Michael H. Sprenger, Judith Tralles, Birgit Walbe, Jürgen Wittstock, Die Geschichte des Kunstgeschichtlichen Seminars 1933-1945, in: Kai Köhler/Burghard Dedner/Waltraud Strickhausen (Hrsg.), Germanistik und Kunstwissenschaften im „Dritten Reich“. Marburger Entwicklungen 1920-1950, München 2005, S. 27-82
- Michael H. Sprenger, Richard Hamann und die Marburger Kunstgeschichte zwischen 1933-1945, in: Jutta Held, Martin Papenbrock, Kunstgeschichte an den Universitäten im Nationalsozialismus (Kunst und Politik 5), Göttingen 2003, S. 61-92
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, Marburg 1979, S. 512
- Schnack, Marburger Gelehrte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Marburg 1977, S. 124-141 (Gustav André)
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Bildquelle:
anonym, Richard Hamann, CC BY-SA 4.0 (beschnitten)
- Zitierweise ↑
- „Hamann, Richard“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118545248> (Stand: 25.2.2026)
