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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
117687731
Pilger, Martin Heinrich Friedrich [ID = 26403]
- * 25.5.1761 Wetzlar, belegt 1823
Prof. – Tierarzt - Wirken ↑
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Werdegang:
- bis 1793 in Wetzlar, 1784-1788 als Advokat bezeugt, 1789 als cand. jur.
- 1792 in französischen Militärdiensten
- Gründer und Redakteur der Wochenschrift „Wetzlarische Annalen zur Unterhaltung für alle Volksklassen“
- ab 1793 hessen-darmstädtischer Trainoffizier, zuletzt Hauptmann
- ab 1798/99 Tierarzt (Autodidakt) in Gießen, zugleich Fruchtkontrolleur, Bauschreiber, Wiesenaufseher und Zehnverwalter, ab 1801 Privatunterrichtung junger Leute in Tierheilkunde, 1802 Titularprofessor (ohne Verbindung zur Universität)
- ab Ende 1804 in Oberursel lebend
- 1806-1823 Professor der Tierheilkunde an der Universität Charkow (heute Charkiw/Ukraine)
- 1811 Kaiserlich Russischer Hofrat, Erhebung in den Adelsstand
- Aufklärer
- Vorkämpfer der Judenemanzipation, zwar „zwiespältig, sehr unterschiedlich beurteilt“ (zit. nach Renkhoff S. 612), doch mutig und uneigennützig sich einsetzend für die Juden und die bäuerliche Bevölkerung, auch für die leidende Kreatur
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Werke:
- Ideen über die Behandlung der Juden in Deutschland (1791)
Versuche durch den Galvanismus die Wirkung verschiedener Gifte und Arzneymittel auf die erhöhte oder verminderte Reizbarkeit der Nerven zu prüfen (1801) - Systematisches Handbuch der theoretisch-praktischen Veterinär-Wissenschaft (2 Bde., 1801-1803)
Lehrbuch zum Unterricht des Landmannes, wie er gesundes Vieh ... (1803)
Archiv für die Kuhpocken-Impfung
- Ideen über die Behandlung der Juden in Deutschland (1791)
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Lebensorte:
- Wetzlar; Gießen; Oberursel
- Familie ↑
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Vater:
Pilger, N.N., ev. Pfarrer
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Partner:
- N.N., (⚭ Wetzlar 1784)
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 612, Nr. 3353
- Zitierweise ↑
- „Pilger, Martin Heinrich Friedrich“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117687731> (Stand: 27.5.2026)
