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Hessische Biografie

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Portrait

Johann Heinrich Christoph Willibald Beyschlag
(1823–1900)

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Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald [ID = 11361]

* 5.9.1823 Frankfurt am Main, † 25.11.1900 Halle an der Saale, evangelisch
Prof. D.Theol.; Dr. phil. – Theologe (evangelisch), Publizist, Kirchenpolitiker, Rektor, Universitätsprediger
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch des Gymnasiums in Frankfurt am Main
  • Studium der Theologie und Philologie an den Universitäten Bonn (bei Johanna und Gottfried Kinkel) und Berlin (bei Schleiermacher)
  • fünf Jahre Kandidat in Frankfurt am Main, zwei theologische Examen, Lehrer an höheren Töchterschulen
  • Hilfsprediger in Koblenz
  • 1850 Hilfsprediger in Trier
  • 1856 Hofprediger in Karlsruhe
  • 1860 D.Theol. h.c. Universität Königsberg i.Pr.
  • 1860 Professor der praktischen Theologie, dann für Neues Testament in Halle a.S.
  • 1866 und 1894 Rektor der Universität Halle-Wittenberg, auch Universitätsprediger
  • 1873 Mitbegründer der „Evangelischen Vereinigung“
  • 1886 Mitgründer des „Evangelischen Bundes zur Wahrung der deutschen protestantischen Interessen“
  • vertrat die Universität Halle-Wittenberg im Preußischen Herrenhaus
  • Königlich Preußischer Rother Adler-Orden 3. Klasse

Netzwerk:

  • Kinkel, Johann Gottfried* <Lehrer>, * Oberkassel 11.8.1815, † Zürich 13.11.1882, Theologe, Professor für Kunst-, Literatur- und Kulturgeschichte, Schriftsteller, Kirchenlieddichter und Politiker

Werke:

Lebensorte:

  • Frankfurt am Main; Bonn; Berlin; Koblenz
Familie

Vater:

Beyschlag, Johann August, * Cunreuth 11.3.1787, † Frankfurt am Main 21.9.1861, Bürger und Handelsmann in Cunreuth, floh vor den bayerisch-napoleonischen Konskriptionen 1809 nach Frankfurt am Main, dort zuletzt Buchhalter der Städtischen Sparkasse, Sohn des Johann Friedrich Beyschlag, Schreinermeister in Cunreuth, und der Elisabeth Kunst

Mutter:

Deckenbach, Elisabeth Maria Margaretha, * Frankfurt am Main 14.3.1793, † Frankfurt am Main 24.12.1858, Heirat 26.8.1822, Tochter des Johann Heinrich Deckenbach, aus Frischborn, † 1814, Bürger und Güterschaffner in Frankfurt am Main, und der Susanna Rebekka Hahn, † 1817, Tochter des Johann Bernhard Hahn, Beisass und Tuchbereiter in Frankfurt am Main, und der Anna Elisabeth Eisenschneider

Partner:

  • Clemen, Maria, * Lemgo 1833, † 1894, Heirat Lemgo 22.9.1852, Tochter des Dr. Heinrich Clemen, Prorector am Gymnasium in Lemgo

Verwandte:

  • Pahncke, Helene, geb. Beyschlag <Tochter>, 1855, verheiratet mit Karl Hermann Pahncke, 1850-1912, Pfarrer in Zöschen, Darmstadt, an der Kreuzkirche in Bonn, 1900 Professor und Inspektor an der Landesschule Pforta, Superintendent
  • Beyschlag, Franz <Sohn>, 1856-1935, Geologe, Direktor der Geologischen Landesanstalt und Vorsitzender der Deutschen Geologischen Gesellschaft
  • Pahncke, Max* Willibald Heinrich <Enkel>, * Zöschen, Krs. Merseburg, 15.8.1882, GND, Dr.phil., Pädagoge, Oberstudiendirektor in Neuhaldensleben, Ballenstedt
  • Pahncke, Robert <Enkel>, 1885-1977, GND, Pädagoge, Autor
  • Beyschlag, Henriette <Schwester>, GND, * Frankfurt am Main 5.1.1817, † Frankfurt am Main 3.2.1841, erstes Kind an der Frankfurter Gehörlosenschule von 1827
  • Beyschlag, Auguste <Schwester>, 1819-1840
  • Beyschlag, Franz <Bruder>, 1826-1856, Pfarrer in Neuwied
  • Beyschlag, Emil <Bruder>, 1828-1840
  • Beyschlag, Johanna <Schwester>, 1831
  • Beyschlag, Heinrich <Bruder>, 1838-1840
Nachweise

Quellen:

  • Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt am Main: Beyschlag, Johann August, Nachlassakten, 1866, Nr. 11.

Literatur:

  • Neue deutsche Biographie, Bd. 2, Berlin 1955, S. 209 f. (Peter Meinhold)
  • Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 69 (Sabine Hock)
  • Mitteldeutsche Lebensbilder I, 1926, S. 271-281 (Max Pahncke);
  • Gottfried Maron, Willibald Beyschlag und die Entstehung des Evangelischen Bundes. In: Evangelisch und Ökumenisch. Beiträge zum 100jährigen Bestehen des Evangelischen Bundes, Göttingen 1986, S. 19-44.
  • Karl Hermann Pahncke, Willibald Beyschlag. Ein Gedenkblatt, Tübingen 1905.

Bildquelle:

Wikipedia (via Wikimedia: Der evangelische Theologe Willibald Beyschlag (1823-1900))

Zitierweise
„Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/119133431> (Stand: 25.11.2025)