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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
117558680
Meyer, Christian Wilhelm Georg [ID = 9634]
- * 21.2.1841 Detmold, † 28.2.1900 Heidelberg, evangelisch
Prof. Dr. jur. – Jurist, Staatsrechtslehrer, Politiker, Parlamentarier, Professor - Andere Namen ↑
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Weitere Namen:
- Meyer, Georg* Christian Wilhelm
- Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch des Gymnasiums in Detmold
- 1860-1863 Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Jena (1860/61), Heidelberg, Göttingen und Berlin
- 2.3.1863 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg
- 1863 erste juristische Staatsprüfung in Detmold
- juristische Praxis als Auditor in Detmold und Schötmar
- 1866 Hilfsarbeiter in „Hildebrands Statistischen Büro“ in Jena
- 21.12.1867 Habilitation an der Universität Marburg und Tätigkeit als Privatdozent in Marburg
- 1868 Veröffentlichung seiner „Grundzüge des norddeutschen Bundesrechtes“
- 1869/70 längere Studienreise in Europa
- 1870/71 Kriegsteilnahme
- 1872 Veröffentlichung „Staatsrechtliche Erörterungen über die deutsche Reichsverfassung“
- 1872 außerordentlicher Professor in Marburg
- Lehrfächer: deutsches Staats- und Verwaltungsrecht; Völkerrecht; deutsche Rechtsgeschichte; Kirchenrecht
- 19./24.1.1875 ordentlicher Professor für das germanistische publizistische Lehrfach in Jena
- 1878-1879 Mitglied des Landtages des Großherzogtums Sachsen-Weimar für die Stadt Jena (Nationalliberale Partei)
- 1879 Prorektor der Universität Jena
- Oktober 1881-20.1.1890 Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach 3: Neustadt an der Orla, Auma, Weida, Blankenhain, Jena, Mandat erloschen, keine Nachwahl
- 19.12.1888 Entlassung aus der Universität Jena auf eigenen Antrag
- 1.4.1889 ordentlicher Professor des deutschen Staats- und Verwaltungsrechts sowie der deutschen Rechtsgeschichte in Heidelberg
- 1891-28.2.1900 Mitglied der badischen Ersten Kammer für die Universität Heidelberg
- 1897/98 Prorektor der Universität Heidelberg
- 1891 Badischer Geheimer Rat II.Klasse
- 1898 Preußischer Kronenorden III. Klasse
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Funktion:
- Deutschland, Reichstag, Mitglied, 1881-1890
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Studium:
- Studium der Rechtswissenschaften in Jena, Heidelberg, Göttingen und Berlin
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Akademische Qualifikation:
- 2.3.1863 Promotion zum Dr. jur. in Heidelberg
- 21.12.1867 Habilitation in Marburg
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Akademische Vita:
- Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Staatsrecht, Völkerrecht, Verwaltungsrecht / Privatdozent /1867-1872
- Marburg, Universität / Juristische Fakultät / deutsches Staats- und Verwaltungsrecht; Völkerrecht; deutsche Rechtsgeschichte; Kirchenrecht / außerordentlicher Professor /1872
- Jena, Universität / Juristische Fakultät / germanistisches publizistisches Lehrfach / ordentlicher Professor / 1875-1888
- Heidelberg, Universität / Juristische Fakultät / deutsches Staats- und Verwaltungsrecht, deutsche Rechtsgeschichte / ordentlicher Professor / 1889
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Akademische Ämter:
- 1879 Prorektor der Universität Jena
- 1897/98 Prorektor der Universität Heidelberg
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Werke:
- Titel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Lehrbuch des deutschen Staatsrechts (1878)
- Lehrbuch des deutschen Verwaltungsrechts (2 Bände, 1883/85)
- Die Verleihung des Königsbannes und das Dingen bei markgräflicher Huld (1881)
- Das Recht der Beschlagnahme von Lohn, Gehalt und Diensteinkommen (7. Auflage 1930)
- Pfändung und Sicherung von Lohn und Gehalt in Gegenwart und Zukunft (1914)
- Die Reichsgründung und das Großherzogtum Baden (1896)
- Der Staat und die erworbenen Rechte (1895)
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Lebensorte:
- Detmold; Heidelberg; Göttingen; Berlin; Marburg; Jena; Schötmar
- Familie ↑
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Vater:
Meyer, Georg Heinrich, GND, 1803–1866, Gastwirt und Hotelbesitzer, 1847-1861 Oberbürgermeister von Detmold, Sohn des Johann Ludewig Meyer, Gastwirt in Melle, und der Catharine Louise Schlömann
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Mutter:
Caspari, Ida Sophie Wilhelmine, 1809-1842, Tochter des Wilhelm Ludwig Caspari, 1774–1826, Amtmann und Pächter der Meierei Schieder, und der Sophie Caroline Weiß, † 1835
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Partner:
- Schotten, Ernestine, * Kassel 17.8.1849, † 1931, ⚭ Leipzig 9.3.1873, Tochter von Karl Schotten, 1821–1855, Syndikus der Universität Marburg, und der Wilhelmine Endemann
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 17, Berlin 1994, S. 339 f. (Manfred Friedrich)
- Hans-Peter Becht (Bearb.), Handbuch der badischen Ständeversammlung und des badischen Landtags 1819–1933, 1. Teilbd., Stuttgart 2021, S. 427
- Haunfelder, Die liberalen Abgeordneten des Deutschen Reichstags 1871–1918. Ein biographisches Handbuch, Münster 2004, S. 276 f.
- Gundlach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Marburg 1927, Nr. 242
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Bildquelle:
Ed. Schultze Hofphotograph Heidelberg Plöckstrasse 79, Georg-Christian-Wilhelm-Meyer, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)
- Zitierweise ↑
- „Meyer, Christian Wilhelm Georg“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117558680> (Stand: 21.2.2026)
