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KDR 100, TK25 1900 ff.

Adorf

Wüstung · 191 m über NN
Gemarkung Nassenerfurth, Gemeinde Borken (Hessen), Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

Etwa 10 km südlich von Fritzlar.

Lage und Verkehrslage:

Im Nordosten der Gemarkung Nassenerfurth; Flurname: Im Ort (1726), Adelof.

Vom Braunkohlentagebau Altenburg IV verschlungen, der inzwischen als Naturschutzgebiet in den Borkener See umgewandelt wurde.

Ersterwähnung:

1250

Siedlungsentwicklung:

Die Siedlung fiel 1724 wüst (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 539).

Historische Namensformen:

  • Ahedorf, de (um 1250) [1. Hälfte XIV] (Kopiar St. Stephan-Mainz. Nat.Bibl. Paris, Ms.lat. 17794)
  • Odorf, von (1323)
  • Adorf (1336, um 1340)
  • Adorp, in (um 1340)
  • Udorff (1372)
  • Adorff, in (um 1390)
  • Adolff, zcu (1490)
  • Adolff, zu (1503, 1575/85)
  • Adolffs (1724)
  • Adeloff, zu (1726)
  • Adolphs, zu (1767)
  • Adolfs, zu (1824)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3518911, 5656024
UTM: 32 U 518829 5654201
WGS84: 51.039047° N, 9.268566° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63400111001

Verfassung

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1340: Stift Fritzlar hat Zinsen aus Adorf.

Zehntverhältnisse:

1336: Die von Homberg besitzen den Zehnten als Ziegenhainer Lehen.

1372: Werner von Falkenberg gestattet dem Hospital Treysa die Lösung des halben Zehnten.

1490: Landgraf Wilhelm belehnt Elger von Dalwigk mit dem Zehnten zu Adorf; folgend landgräfliche Belehnungen der von Dalwigk bis 1840.

Ortsadel:

um 1250-1332 (?)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Adorf, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3919> (Stand: 8.11.2017)