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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 19. Offenbach

Mainflingen

Ortsteil · 111 m über NN
Gemeinde Mainhausen, Landkreis Offenbach 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

4 km südöstlich von Seligenstadt

Historische Namensformen:

  • Mainolfinger marca (775)
  • Monoluingen (793)
  • Manolfinger marca (793)
  • Manoluinger marca (799)
  • Meinfelingen (1383)
  • Menfellingen (1407)
  • Meynflingen (1489)
  • Meynflingen (16. Jahrhundert)
  • Mayflingen (1724)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3501960, 5543634
UTM: 32 U 501884 5541856
WGS84: 50.029007° N, 9.026309° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

438007010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 3587, davon 1068 Acker, 282 Wiesen, 2158 Wald
  • 1961 (Hektar): 930, davon 503 Wald (= 54.09 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 528 Einwohner
  • 1961: 2040, davon 193 evangelisch (= 9.46 %), 1841 katholisch (= 90.25 %)
  • 1970: 3017

Diagramme:

Mainflingen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 775: Mainolfinger marca;
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Oberes Erzstift, Oberamt Steinheim, Amtsvogtei Seligenstadt
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amtsvogtei Seligenstadt
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Seligenstadt
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Seligenstadt
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Seligenstadt
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Dieburg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Offenbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Offenbach

Altkreis:

Offenbach

Gericht:

  • 1821: Landgericht Steinheim
  • 1835: Landgericht Seligenstadt
  • 1879: Amtsgericht Seligenstadt

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1977 zur Gemeinde Mainhausen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Im 8. Jahrhundert sind zahlreiche Schenkungen an das Kloster Lorsch überliefert.
  • 1450 ist Mainflingen hanauisches Lehen der Brüder Peter und Friedrich von Wasen.

Zehntverhältnisse:

Um 1350 geht der Zehnte von den Herren von Hanau als Lehen aus.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Um 1445 wird ein Priester zur Pfarrkirche präsentiert
  • 1451 Errichtung einer Kirche im gotischen Stil. 1821 Neubau.

Patrozinien:

  • Kilianus (Kilian); Sebastian

Patronat:

1405: Herren von Hanau. In der frühen Neuzeit hatten es die Herren von Wasen von den Grafen von Hanau-Lichtenberg als Lehen inne. Nach dem Aussterben der Herren von Wasen erhielten die Herren von Prechter den Kirchsatz.

Bekenntniswechsel:

Der Ort blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Mainz, Archidiakonat St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg, Landkapitel Rodgau

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit vier Klassen, Schulhaus von 1905

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Mainflingen, Landkreis Offenbach“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14127> (Stand: 2.6.2023)