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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 19. Offenbach

Froschhausen

Stadtteil · 111 m über NN
Gemeinde Seligenstadt, Landkreis Offenbach 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

3 km nordwestlich von Seligenstadt

Ersterwähnung:

1287

Historische Namensformen:

  • Hůsen, de (1287) [HStAD Bestand A 1 Nr. 121/1]
  • Frochschusen (1323)
  • Frochshusen (1324)
  • Vroschusen (1331)
  • Froyshusen (1336)
  • Froschusen (1405)
  • Froßhusen (1414)
  • Froschusen (1468)
  • Froschausen (1469)
  • Frushusen (16. Jahrhundert)

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1323)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3495461, 5546436
UTM: 32 U 495388 5544657
WGS84: 50.054184° N, 8.935574° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

438013010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1939, davon 939 Acker, 319 Wiesen, 620 Wald
  • 1961 (Hektar): 485, davon 157 Wald (= 32.37 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 526 Einwohner
  • 1961: 2099, davon 273 evangelisch (= 13.01 %), 1788 katholisch (= 85.18 %)
  • 1970: 2845

Diagramme:

Froschhausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • im 15. Jahrhundert: Mark Klein-Auheim
  • 1489: Amt Seligenstadt
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Oberes Erzstift, Oberamt Steinheim, Amtsvogtei Seligenstadt
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amtsvogtei Seligenstadt
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Seligenstadt
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Seligenstadt
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Seligenstadt
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Dieburg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Offenbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Offenbach

Altkreis:

Offenbach

Gericht:

  • 1576 hat Froschhausen 2 Schöffen am Hubgericht zu Klein-Krotzenburg
  • 1624: Wehrgericht bei Kloster Seligenstadt
  • 1821: Landgericht Steinheim
  • 1835: Landgericht Seligenstadt
  • 1879: Amtsgericht Seligenstadt

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1977 zur Stadt Seligenstadt

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Zahlreiche Lehen wurden von der Abtei Seligenstadt ausgegeben, die hier über umfangreichen Besitz verfügte. 1624 hat der Erzbischof von Mainz die hohe und niedere Obrigkeit.

Zehntverhältnisse:

1331 gibt der Abt des Klosters Seligenstadt den Zehnten seinem Konvent. Bis 1802 hat das Kloster Seligenstadt den kleinen und großen Zehnten.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Dorfkirche 1870/71 errichtet

Patrozinien:

  • Margaretha

Pfarrzugehörigkeit:

Filiale von Seligenstadt

Bekenntniswechsel:

Der Ort blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Rodgau

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit vier Klassen, Schulhaus von 1884 mit Anbau von 1908

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Froschhausen, Landkreis Offenbach“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14116> (Stand: 5.3.2022)