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Portrait

Kunz Baumbach
(belegt 1477–1499)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1389396363

Baumbach, Kunz [ID = 18944]

belegt 2.1.1477–1499
Schultheiß
Biografischer Text

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Baumbach, Kunz1 erhält 1477 Januar 2 vom Marburger Kammerschreiber 6 fl. Dienstgeld2 und wird 1480 April 11 von Landgraf Heinrich III. wegen der dem † Grafen Philipp von Katzenelnbogen geleisteten Dienste3 auf Lebenszeit zum Schultheißen von Nastätten bestellt. Er erhält das jährlich vom dortigen Weinschank fällige Ungeld, dazu je 20 MI. Korn und Hafer Nastättener Maßes aus der dortigen landgräflichen Zehntscheuer sowie zweimal Hofkleidung. Im landgräflichen Dienst erhält er Futter und Brot und Ersatz seines reisigen Schadens, muss sich aber auf eigene Kosten mit zwei reisigen Pferden gerüstet halten4. Im Dienst Landgraf Wilhelms III. 14985 und 1499 nachweisbar6.


  1. Seine Benennung wechselt zwischen Baumbach und von Baumbach (wie bei Hans Baumbach), doch dürfte er seiner Stellung nach bürgerlicher Herkunft, jedoch möglicherweise ein Spurius der Herren von Baumbach gewesen sein (s. vergleichsweise die Riedesel und die Schenken zu Schweinsberg).
  2. Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (2/1 Bl. 34). Er wird demnach bereits zu Lebzeiten Graf Philipps von Katzenelnbogen von Hessen besoldet, hat also zu dieser Zeit schon beiden gedient. – Siehe auch Thiele von Sottenbach.
  3. Unter diesem Namen ist er in Katzenelnbogener Diensten nicht nachweisbar, aber vielleicht identisch mit Graf Philipps Knecht Kunz, der 1479 März 20/21 Briefe an Graf Johann V. von Nassau nach Dillenburg und an Junker Kuno von Reifenberg d. J., Amtmann zu Hadamar, überbringt (Demandt, Katz. Regg. Nr. 6186/3). Dieser ist vielleicht identisch mit dem berittenen Boten Kunz, der 1479 Juni 22 zu Hermann Schenk nach Darmstadt geschickt wird, als myn herre von Kaczenelnbogin swach was (ebd. Nr. 6024) und mit dem gleichnamigen berittenen Boten, der Landgraf Heinrich III. im August 1479 bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen begleitet und unterdessen mehreremal nach Marburg reitet (ebd. Nr. 6282/9, 23, 24). Der 1479 auf Rheinfels bezeugte Büchsenmeister Kunz ist hier sicher, auszuscheiden (ebd. Nr. 6282/4, 6, 25).
  4. Urkk., Bestallungen.
  5. Rechn. I, Marburg Hofmeister (10/11 Bl. 9v.): er erhält 18 fl. für ein Pferd.
  6. Ebd. 10/13 Bl. 6v.: er erhält 32 fl. für ein Pferd.

Literatur