Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Historisches Ortslexikon
- Messtischblatt
- 5021 Ziegenhain
- Moderne Karten
- Kartenangebot der Landesvermessung
- Topografische Karten
- KDR 100, TK25 1900 ff.
Richardshain
-
Wüstung · 261 m über NN
Gemarkung Ziegenhain, Gemeinde Schwalmstadt, Schwalm-Eder-Kreis
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Wüstung
-
Lagebezug:
2 km nördlich von Ziegenhain.
-
Lage und Verkehrslage:
Am West-Hang des Galgenberges an der Straße nach Rörshain zu lokalisieren; Flurname Richardthainsfeld.
-
Ersterwähnung:
1311
-
Letzterwähnung:
1313
-
Siedlungsentwicklung:
Der Ort war bereits 1313 wüst (Klosterarchiv VI Nr. 216).
Um 1580 wurden die Rottäcker von Ziegenhain und Weichaus bestellt.
-
Historische Namensformen:
- Rychartishayn (1311) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1I Nr. 188]
- Rychardesheyn
- Richardis Hain (1569) [... hat aber keine Behausung]
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3517500, 5643700
UTM: 32 U 517419 5641882
WGS84: 50.928313° N, 9.247857° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
63402213004
-
Einwohnerstatistik:
- 1313: wüst.
- Verfassung ↑
-
Verwaltungsbezirk:
- undatiert: Amt Ziegenhain
-
Altkreis:
Ziegenhain
- Besitz ↑
-
Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1311 vermachen die von Löwenstein genannt von Schweinsberg Kloster Haina ihre Güter in Bischhausen, Mehlem und Richardshain.
- 1313 genehmigt Graf Johann von Ziegenhain diese Schenkung der von ihm lehnsrührigen Wüstung Richardshain.
- 1326 gerät das Kloster mit dem Wäppner Johann von Linden und seinen Miterben in Streit wegen unbefugter Gütervermischung durch zwei Hainaer Mönche.
- 1334 bekunden die Wäppner Ditmar und Ortwin Bizsigel, dass ihr Zwist mit Kloster Haina über das vormalige Dorf Richardshain beigelegt worden ist. Die Wüstung wurde in 3 Teile geteilt, wobei Haina, die Bizsigel und die von Linden je 1 Drittel erhielten.
- 1569 haben die von Gilsa das dienstfreie Gut genannt Richardshain mit Zinsen und Zehnten in Besitz (S 69).
- Um 1580 wurden die Rottäcker von Bürgern aus Ziegenhain und Weichaus bewirtschaftet.
-
Zehntverhältnisse:
1569 haben die von Gilsa das dienstfreie Gut genannt Richardshain mit Zinsen und Zehnten in Besitz (S 69).
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 250;
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 386;
- Scharlau, Siedlung, S. 294;
- Historisches Ortslexikon Ziegenhain, S. 151.
- Zitierweise ↑
- „Richardshain, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4703> (Stand: 8.11.2017)

