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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
117572829
Wertheimer, Ludwig [ID = 18718]
- * 1.1.1870 Büdingen, † 9.3.1938 Frankfurt am Main, Begräbnisort: Frankfurt am Main Neuer Jüdischer Friedhof Eckenheimer Landstraße, Block 3, D5, jüdisch
Prof. Dr. jur. – Rechtsanwalt, Patentrechtler, Dozent - Wirken ↑
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Werdegang:
- 1889 Reifeprüfung am Großherzoglich Hessischen Gymnasium in Büdingen
- ab 1889 Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Heidelberg, München, Berlin und Marburg
- 1893 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg (ohne schriftliche Arbeit), spezialisiert auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes
- Rechtsanwalt und Notar, Privatdozent an der Berliner Universität,
- Honorarprofessor an der Universität Frankfurt am Main
- ab 1907 Mitglied im „Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“
- 1910 sesshaft in der Schumannstraße 55, Frankfurt am Main (Mitglied der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main)
- ab 1915 sesshaft im Kettenhofweg 131
- 1920-1922 besoldeter Lehrauftrag für Bank- und Börsenrecht, englisches und amerikanisches Privatrecht und Urheberrecht an der Universität Frankfurt am Main
- 1929 Honorarprofessor an der Universität Frankfurt am Main
- April 1933 Beurlaubung, Herbst 1933 Entzug der Lehrbefugnis
- 1933 Entzug des Notariats, Berufsverbot als Rechtsanwalt und Notar, weiterhin sesshaft in Frankfurt (Familie wanderte in die USA aus)
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Studium:
- Studium in Heidelberg, München, Berlin und Marburg
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Akademische Qualifikation:
- Promotion in Heidelberg, spezialisiert auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes
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Akademische Vita:
- Berlin, Universität // Privatdozent //
- Frankfurt am Main, Universität // Honorarprofessor //
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Werke:
- Kommentar zum Gebrauchsmustergesetz, Berlin 1913
- Deutsches und französisches Warenzeichenrecht, Berlin 1912/1913
- Der Schutz deutscher Außenstände im feindlichen Auslande und die Behandlung der durch den Krieg unterbrochenen internationalen Privat-Verträge (1916)
- Das Vertrags-Kriegsrecht des In- und Auslandes, Stuttgart 1917
- Wirtschaftliche Wirkungen des Friedensvertrages, Gotha 1920
- Entwicklungstendenzen des deutschen Privatrechts, Tübingen 1928
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Lebensorte:
- Büdingen; Heidelberg; München; Berlin; Marburg; Frankfurt am Main
- Familie ↑
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Vater:
Wertheimer, Max, Kaufmann, Bankier, Inhaber des Bankhauses Max Wertheimer u. Co. (1908 Konkirus), jüdisch
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Mutter:
Hahn, Sophie, geb. in Büdingen (Hessen)
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Partner:
- Baer, Hedwig, geboren 17.9.1883, gestorben New York 13.3.1977
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Verwandte:
- Wertheimer, Otto <Bruder>, geboren Büdingen 27.1.1873
- Hadamard, Edith Maria, geb. Wertheimer <Tochter>, geboren 1905, Emigration nach New York
- Nau, Sophie Charlotte, geb. Wertheimer <Tochter>, geboren 1909, Emigration nach New York
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HHStAW Bestand 518 Nr. 20560
- HHStAW Bestand 676 Nr. 8176
- HStAM Bestand 903 Nr. 11074 (Frankfurt I, Sterbenebenregister, 1938, Nr. 337)
- ISG FFM Bestand A.54.03 in Nr. 7262
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Literatur:
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 391 f.
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 521 f.
- Zitierweise ↑
- „Wertheimer, Ludwig“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117572829> (Stand: 9.3.2026)
