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Hessische Biografie

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Portrait

Helwig von Rückershausen
(belegt 1493–1521)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1399644262

Rückershausen, Helwig von [ID = 22202]

belegt 27.2.1493–1521
Reiter, Hauptmann, Amtmann
Biografischer Text

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Gehört zu den landgräflichen Dienern, die Landgraf Wilhelm II. 1493 Februar 27 nach Spangenberg entbietet1, begleitet im August 1497 Landgraf Wilhelm III. mit 4 Pferden zu Brautbesuch und Turnier an den pfälzischen Hof nach Heidelberg2 und gehört 1498 zu den von Landgraf Wilhelm III. vorgesehenen Turnierteilnehmern bei seiner Hochzeit mit der Pfalzgräfin Elisabeth3. Im landgräflichen Reiterdienst 1498 März 244, Hauptmann der Streife, die 1509 September das landgräfliche Frankfurter Messegeleit auf der Strecke Niederaula, Alsfeld, Romrod reitet5. Amtmann zu Auerbach seit 15106, 1513 September 9/137, nicht mehr 1516 Februar 18. Tritt 1515 Februar 8 mit anderen Adelsgenossen für den gestürzten Regenten Kaspar von Berlepsch ein9, desgleichen 1515 Oktober 22 für den beim Sturz der Regentschaft gleichfalls gemaßregelten Heinrich von Baumbach10. Er gehört daher 1518 Oktober 20 zu den von der hessischen Ritterschaft vorgeschlagenen 24 Adelsgenossen, aus denen Landgraf Philipp 10 auswählen soll, die zu seinen Räten gesetzt werden sollen11. Wird im „Reuterhandel zwischen Mainz und Hessen“ 1518 Juni 13 im Gefecht bei Flörsheim gefangen genommen12, nachdem er sich in diesem Treffen ritterlich und ehrlich gehalten hat. Er nimmt 1521 im Gefolge Landgraf Philipps am Wormser Reichstag teil und hat unter ihm noch hohe Amtststellen inne13.


  1. Rechn. I, Spangenberg (100/4 Bl. 107v.).
  2. Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (2/8 Bl. 12).
  3. Ebd. 5/8 Bl. 3.
  4. Rechn. I, Borken (34/26 Bl. 3v.): kommt mit Volprecht Schenk vom Herzberg von den rutern. 1499 erhält er 32 fl. für ein Pferd (Rechn. I, Marburg Hofmeister 10/13 Bl. 8).
  5. Rechn. I, Romrod-Alsfeld (90/3 Bel. zu 1509 September 8). Zehrungsquittungen von ihm stammen aus Alsfeld, Romrod, Breitenbach am Herzberg, Oberbreitenbach, Lauterbach und Niederaula (ebd.).
  6. Küch, Visitation (AHG NF 9, 1913) S. 204, 232. Danach hatte er das Amt bis 1514 inne, dann wieder ab 1519 lebenslänglich, noch 1549 nachweisbar (Gundlach III S. 219).
  7. Rechn. I, Umstadt (111/4 Bel.).
  8. Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (14/2 Bel.).
  9. Glagau, Landtagsakten Nr. 172.
  10. Ebd. Nr. 191.
  11. Ebd. S. 532.
  12. Wilhelm Matthäi, Reuterhandel (Darmstädter Festschrift: Philipp der Großmütige 1904) S. 32.
  13. Vgl. Gundlach III S. 219 und H. O. Schwöbel, Die Schleier und ihr Wappenstein zu Schiffelbach (Schwälmer Jahrbuch 1978). – Er war 1527 Verweser, 1528–31 Oberamtmann der Obergrafschaft und 1536 Befehlshaber in Rüsselsheim. Als Rat ist er 1528 und 1536 nachgewiesen.

Literatur