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Hessische Biografie

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Portrait

Heinrich Carl Jaup
(1781–1860)

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Jaup, Heinrich Carl [ID = 1416]

* 27.9.1781 Gießen, † 5.9.1860 Darmstadt, evangelisch
Prof. Dr. jur. – Jurist, Professor, Ministerpräsident, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Jaup, Heinrich Karl*
  • Jaup, Henricus Carolus
Wirken

Werdegang:

  • 1798-1803 Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Gießen und Göttingen, 1801-1802 mit dem Vater in Regensburg
  • 19.9.1803 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Gießen
  • 1803-1804 Privatdozent in Gießen
  • 1.4.1804 außerordentlicher Professor der Rechte in Gießen und Assessor der Juristenfakultät
  • 15.12.1806 ordentlicher Professor der Rechte in Gießen
  • 1813 kommissarischer Regierungsrat bei der Regierung in Gießen
  • 1814 Beigeordneter der Kaiserlich Österreichischen Gesandtschaft zur Bundesversammlung
  • 28.3.1815 Großherzoglich Hessischer Geheimer Referendar im Staatsministerium in Darmstadt
  • 1820 Geheimer Staatsrat im Staatsministerium in Darmstadt
  • 1821-1824 Geheimer Staatsrat im Ministerium des Äußeren in Darmstadt
  • 3.8.1824 Präsident der Gesetzgebungskommission in Darmstadt
  • 1824-1828 im Präsidium des Kassations- und Revisionshofs der Provinz Rheinhessen in Mainz
  • 14.6.1828-November 1833 Präsident des Kassations- und Revisionshofs der Provinz Rheinhessen
  • 1831-1848 Mitglied des Gemeinderats von Darmstadt
  • 5.12.1832-1833 und 1849-1850 Mitglied der Zweiten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen, 1832/33 für den Wahlbezirk Stadt Friedberg, 1849/50 für den Wahlbezirk Starkenburg 9 Michelstadt (liberal)
  • 1833 wegen seiner politischen Meinung pensioniert
  • 1833-1836 Präsident des Vereins für Verbesserung des Zustandes der Israeliten
  • nach 1833 Mitglied des Darmstädter Eisenbahnkomitees
  • 1848 Mitglied des Frankfurter Vorparlaments
  • 18.5.-18.8.1848 Mitglied der Deutschen Nationalversammlung für den Wahlbezirk Großherzogtum Hessen 2 (Umstadt) (Casino Partei), Nachfolger: Ludwig Emmerling
  • 16.7.1848-30.6.1850 (Rücktritt) Ministerpräsident und Minister des Innern in Darmstadt (Nachfolger von Lichtenberg)
  • 27.12.1849-1850 Mitglied der Zweiten Kammer im 11. Landtag für den Wahlbezirk Starkenburg 9 Michelstadt
  • 1850 gewähltes Mitglied der Ersten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen für den Wahlbezirk 10 Stadt Darmstadt
  • Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Vaterländischen Vereins in Darmstadt
  • 28.6.1850 Zweiter Präsident des Oberkonsistoriums in Darmstadt
  • 1850 Wirklicher Geheimrat
  • 16.6.1853 Präsident des Oberkonsistoriums in Darmstadt
  • 28.11.1854-6.6.1860 Direktor des Darmstädtischen Museums
  • 1860 Ruhestand

Funktion:

  • Hessen, Großherzogtum, 05. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (Lib), 1832-1833
  • Hessen, Großherzogtum, Gesammt-Civil-Ministerium, Präsident, 1848-1850
  • Hessen, Großherzogtum, 12. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (Lib), 1849-1850
  • Hessen, Großherzogtum, 13. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1850

Lebensorte:

  • Gießen; Göttingen; Darmstadt
Familie

Vater:

Jaup, Helwig Bernhard, 1750–1806, Dr. jur., Professor der Rechte in Gießen, Geheimer Rat und Comitialgesandter

Mutter:

Sturz, Karoline Friederike Philippine, * Zweibrücken 19.2.1755, † Gießen 25.11.1809, Heirat Gießen 5.10.1780, Tochter des Carl Sturz, Herzoglich Zweibrückenischer Geheimer Legationsrat, und der Elisabeth Goedeler

Partner:

  • Bansa, Charlotte Jakobäa* (Jacquette) Louise, (⚭ Gießen 27.9.1805) * Friedberg, Burg, 15.2.1786, † Darmstadt 17.2.1840, Tochter des Johann Conrad* Bansa, 1759–1825, Rat und Amtmann des Deutschen Ordens zu Friedberg, später Hofkammerrat in Gießen, und der Johanna Friederike Susanne von Schmalkalder, 1762–1814

Verwandte:

  • Jaup, Karl Konrad <Sohn>, Dr. jur., Pächter des von Rau’schen Familiengutes in Dorheim, Bürgermeister in Dorheim, wandert mit Familie 1850 nach Cincinnati, (Ohio, USA) aus
  • Jaup, Bernhard* Ferdinand Ernst Wilhelm <Sohn>, Dr. jur., Geheimer Rat und Ministerialrat im hessischen Ministerium des Inneren in Darmstadt
  • Meisenzahl, Augustin <Schwiegersohn>, 1793-1852, Hessischer Geheimer Staatsrat in Darmstadt
  • Strecker, Georg* Christian <Schwager>, 1800-1864, Weinhändler, Abgeordneter
  • Zabern, Karl Theodor von <Schwiegersohn>, 1807-1864, Hofdruckereibesitzer in Mainz
  • Mangold, Carl* Amand Ludwig <Schwiegersohn>, 1813-1889, Hofmusikdirektor in Darmstadt
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

Hessische Abgeordnete 1820–1933, 2008, S. 472. - Original StA Darmstadt.

Zitierweise
„Jaup, Heinrich Carl“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117089443> (Stand: 10.2.2025)