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Hessische Biografie

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Portrait

Dorotheus Ludwig Christoph Graf von Keller
(1757–1827)

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Keller, Dorotheus Ludwig Christoph Graf von [ID = 13939]

* 19.2.1757 Gotha, † 22.11.1827 Stedten an der Gera, evangelisch
Gutsbesitzer, Jurist, Diplomat, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 21.2.1757 Taufe in der Schlosskirche in Gotha
  • Herr auf Steinheuterode, Stedten und Möbisburg
  • Studium der Rechtswissenschaften und der Geschichte an den Universitäten Göttingen und Straßburg
  • bis 1777 Mitarbeiter des Kurfürstlich-Mainzischen Statthalters in Erfurt und späteren Fürstprimas und Großherzogs von Frankfurt Carl Theodor von Dalberg (1744-1817)
  • ab 5.2.1777 als Königlich Preußischer Legationsrat und Kammerherr in die Diplomatenschule aufgenommen
  • ab September 1779-1795 Preußischer Gesandter in St. Petersburg, Stockholm und Den Haag, teilweise mit Unterbrechungen, teilweise auch gleichzeitig
  • 29.11.1789 Erhebung in den preußischen Grafenstand
  • 8.6.1797-16.8.1806 Preußischer Gesandter beim Kaiser in Wien
  • sollte danach Staatsminister in Berlin werden, was er aber ablehnte
  • Rückkehr auf seine Güter
  • 1808-1810 Mitglied des Departements-Wahlkollegiums des Harz-Departements
  • 2.6.1808-Ende 1810 Mitglied der Reichsstände des Königreichs Westphalen (Harz-Departement; Grundeigentümer)
  • Präsident der Finanzkommission in den Sessionen 1808 und 1809
  • 1808 und 1810 entwarf er in französisch die Dankadresse des Präsidenten der Reichsstände, die der Abgeordnete August Hermann Niemeyer ins Deutsche übersetzte und Präsident Graf Gebhard von der Schulenburg-Wolfsburg vortrug
  • 1810-1813 Gesandter des Großherzogtums Frankfurt in Paris
  • 20.2.1810 Ritter des Ordens der Westphälischen Krone
  • 17.4.1814-18.6.1814 als Kurfürstlich Hessischer Geheimer Staatsminister Gesandter im Alliierten Hauptquartier
  • 24.9.1814-30.6.1815 als Kurfürstlich Hessischer Geheimer Staatsminister Bevollmächtigter beim Wiener Kongress
  • 24.4.1815-8.6.1815 auch stellvertretender Bevollmächtigter von Braunschweig-Wolfenbüttel (Legationssekretär war Jacob Grimm
  • 1815 Wiedereintritt in preußische Dienste
  • 1816-1817 Regierungspräsident in Erfurt
  • 2.10.1825-22.11.1827 Mitglied der Provinzialstände der Provinz Sachsen, wegen Krankheit keine Teilnahme am 2. Landtag Oktober/November 1827
  • Ritter des Roten Adlerordens 1. Klasse
  • Großkreuz des Kurhessischen Löwenordens

Funktion:

  • Westphalen, Königreich, Stände, Mitglied, 1808-1813

Lebensorte:

  • Göttingen; Straßburg; Erfurt; Frankfurt am Main; Sankt Petersburg; Stockholm; Den Haag
Familie

Vater:

Keller, Christoph Dietrich von, GND, * Tübingen 25.11.1699, † Stedten an der Gera 21.4.1766, Herzoglich Württembergischer Wirklicher Geheimrat, später Herzoglich Sachsen-Gothaischer Geheimrat und Minister

Mutter:

Mauchenheim gen. Bechtolsheim, Auguste Luise Eleonore Freiin von, 1732–1781

Partner:

  • Sayn-Wittgenstein-Berleburg, Amalie Gräfin zu, (⚭ 15.6.1790) * 5.12.1771, † 1.2.1853

Verwandte:

  • Keller, Iwan Gustav Friedrich Alexander Graf von <Sohn>, 1801–1879, Wirklicher Geheimer Rat, Schlosshauptmann in Potsdam und Intendant der Königlichen Gärten, 1866-1870 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses (konservativ)
  • Keller, Gustav* Ludwig Emil Graf von, GND, 1805–1897, 1848/49 Mitglied der Deutschen Nationalversammlung (Casino-Partei)
Nachweise

Quellen:

  • Freundlicher Hinweis von Hans-Bernd Spies

Literatur:

Bildquelle:

diverse, Dorotheus Ludwig Christoph Graf von Keller 1757-1827, Stedten, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)

Zitierweise
„Keller, Dorotheus Ludwig Christoph Graf von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/137729588> (Stand: 19.2.2026)