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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118805347
Troeger, Heinrich [ID = 2055]
- * 4.3.1901 Zeitz, † 28.8.1975 Darmstadt
Dr. jur.; Dr. h.c. – Jurist, Politiker, Minister, Abgeordneter - Wirken ↑
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Werdegang:
- Abitur am humanistischen Gymnasium
- Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Breslau (heute Wrocław/Polen), Würzburg und Halle, 1922 Promotion zum Dr. jur.
- 1922 Eintritt in die SPD
- 1926-1933 Bürgermeister in Neusalz an der Oder (heute Nowa Sól/Polen)
- 1929-1933 Mitglied des Niederschlesischen Provinziallandtages
- 1933 durch die Nationalsozialisten vom Amt suspendiert, anschließend Verwaltungsrechtsrat in Berlin
- 1945 Oberbürgermeister von Jena
- 1947 Ministerialdirektor im hessischen Finanzministerium
- 1947-1948 Generalsekretär des Exekutivrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes
- 1950-1951 Ministerialdirektor im Finanzministerium Nordrhein-Westfalen, Stellvertreter des Ministers
- 10.1.1951-26.9.1956 Hessischer Finanzminister
- 1951-1956 Mitglied des Bundesrates
- 1.12.1954-3.2.1958 Mitglied des Hessischen Landtags für den Wahlkreis 37: Gelnhausen, Mandatsniederlegung, Nachfolger: Christian Wittrock
- 1956-1957 Präsident der Hessischen Landeszentralbank
- 1958-1969 Vizepräsident der Deutschen Bundesbank
- Mitglied einer Kommission zur Finanzreform
- Kunstfreund und Sammler, Mäzen
- Mitbegründer des Vereins der Förderer Darmstädter Künstler
- Leiter der Vereinigung der Neuen Künstlerkolonie
- Silberne Verdienstplakette der Stadt Darmstadt
- Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland
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Funktion:
- Hessen, Ministerium der Finanzen, Minister, 1951-1956
- Hessen, 03. Landtag, Mitglied (SPD), 1954-1958
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Werke:
- Das gesamte Recht der Wirtschaftswerbung (Werberecht, Werbeabgabe, Wettbewerbsrecht). Rechtssystemische Darstellung nebst den wichtigsten Gesetzen, Verordnungen, Ausführungsvorschriften und Bekanntmachungen im Wortlaut (1936)
- Steuerstrafrecht. Kommentar zu den strafrechtlichen Bestimmungen der Reichsabgabenordnung unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsprechung des Reichsgerichts und mit Hinweis auf die Nebengesetze (1943, 2. Auflage 1950, 3. Auflage 1957)
- Finanzpolitische Fragen der Gegenwart (1948)
- (Hrsg.), Denkschrift zur Verbesserung der Einkommensbesteuerung 1957 (1958)
- Erinnerungen an Neusalz (1971)
- Interregnum. Tagebuch des Generalsekretärs des Länderrats der Bizone 1947–1949, hrsg. von Wolfgang Benz (1985)
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Lebensorte:
- Breslau; Wiesbaden
- Familie ↑
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Vater:
Troeger, Reinhold, 1865–1928, Dr. med., Kreismedizinalrat in Oels, Sohn des Wilhelm Troeger
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Mutter:
Schaffranek, Margarete, 1879–1951
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Partner:
- Hirschring, Else, (⚭ 1929) 1908–1973
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Verwandte:
- , sechs Kinder
- Nachweise ↑
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Quellen:
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Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 26, Berlin 2017, S. 427-429 (Bernd Friedrich)
- Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 926 (Claus K. Netuschil)
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 486 (Reinhard Frost)
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 383 f.
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 816, Nr. 4464
- Lengemann, Das Hessen-Parlament 1946–1986, Frankfurt am Main 1986, S. 409 f.
- Beier, Arbeiterbewegung in Hessen, Frankfurt am Main 1984, S. 585
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Bildquelle:
Foto, 10.1.1951; Urheberrechte: Foto Rudolph, Wiesbaden, vollständige und ausschließliche Nutzungsrechte: HHStAW, Nachweis in Arcinsys
- Zitierweise ↑
- „Troeger, Heinrich“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118805347> (Stand: 4.3.2026)
