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Hessische Biografie

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Portrait

Karl Adam Peter Lenz
(1899–1944)

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GND-Nummer

130318981

Lenz, Karl Adam Peter [ID = 11419]

* 7.7.1899 Heidelberg, † 7.11.1944 Freising, katholisch
Landarbeiter, Lehrer, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch der Oberrealschule und des Vorseminars
  • 1916-1919 Teilnehmer am Ersten Weltkrieg, schwer verwundet, Verlust eines Auges, 1918 Invalide, Oktober 1918 in britischer Kriegsgefangenschaft
  • 1919 zunächst Landarbeiter
  • 1919-1920 Besuch des Lehrerseminars in Heidelberg, 1920 Kandidatenprüfung, 1923 Dienstprüfung
  • 1920-1928 Lehrer im badischen Staatsdienst (Heidelberg, Eichtersheim, Eppelheim)
  • 1920-1924 Mitglied des Freikorps Damm
  • 1924 Inhaftierung aufgrund des Verdachts terroristischer Betätigung
  • 1925 auf eigenen Wunsch pensioniert, dann aber bis 1928 abermals Lehrer (in Würmersheim)
  • 1925 und 1926 zweimal wegen politischer Vergehen vom Schuldienst suspendiert
  • 1925 SA-Führer in Heidelberg
  • 1927-1930 auch Mitarbeiter der NS-Zeitung „Der Führer“
  • November 1928 Entlassung als Lehrer wegen NS-Betätigung
  • Schriftsteller in Karlsruhe
  • 1929-1930 Mitglied des Badischen Landtags für den Wahlkreis 20 (Amt Heidelberg) (NSDAP), Mandatsniederlegung nach Wahl in den Deutschen Reichstag
  • 1930-1936 Mitglied des Deutschen Reichstags, bis 1932 für den Wahlkreis 32 Baden, ab 1932 für den Wahlkreis 33 Hessen-Darmstadt (NSDAP)
  • 1931 NSDAP-Gaupropagandaleiter der Gauleitung Baden
  • August 1931-15.12.1932 NSDAP-Gauleiter des Gaus Hessen-Darmstadt, Rücktritt wegen eines erlittenen Nervenzusammenbruchs
  • 1931-24.12.1932 Mitglied des Landtags des Volksstaates Hessen, dort 1931-1932 Vorsitzender der NSDAP-Fraktion, Mandatsniederlegung, Nachfolger: Wilhelm Klein
  • 1932/33 Mitarbeiter der „Alemannischen Grenzlandnachrichten“ in Heidelberg
  • 1933 Wiederaufnahme in den Staatsdienst
  • 1935 Parteigerichtsverfahren, vom Obersten Parteigericht der NSDAP unter Aberkennung der Fähigkeit zur Bekleidung eines Parteiamts auf drei Jahre verwarnt – sein Reichstagsmandat behielt er wohl aufgrund des Wunsches von Hitler (so Becht, S. 387 Anm. 81)
  • 1935 Lehrer in München
  • 1941 SS-Sturmbannführer
  • 1943 Sturmbannführer der Waffen-SS
  • 1940 Geschäftsführer der Firma „Deulag“ in Flandern
  • verstarb an den Folgen einer Blinddarmoperation

Funktion:

  • Hessen, Volksstaat, 05. Landtag, Mitglied (NSDAP), 1931-1932
  • Hessen, Volksstaat, Landtag, Fraktionsvorsitz (NSDAP), 1931-1932
  • Hessen, Volksstaat, 06. Landtag, Mitglied (NSDAP), 1932

Lebensorte:

  • Heidelberg; Eichtersheim; Eppelheim; Würmersheim; Karlsruhe
Familie

Vater:

Lenz, Karl Andreas, Schuldiener in Heidelberg

Mutter:

Ahl, Elisabetha

Partner:

  • Ueberle, Else* Kathrin, (⚭ Heidelberg 28.4.1922)
  • Gesche, Hertha* Margarethe Agnes
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

unbekannt, LenzKarl, als gemeinfrei gekennzeichnet (beschnitten)

Zitierweise
„Lenz, Karl Adam Peter“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/130318981> (Stand: 25.5.2026)