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Hessische Biografie

Portrait

Ludwig Heinrich Fürst von Nassau-Dillenburg
(1594–1662)

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Nassau-Dillenburg, Ludwig Heinrich Fürst von [ID = 2288]

* 9.5.1594 Saarbrücken, † 12.7.1662 Dillenburg, evangelisch-reformiert
Graf, Fürst
Biografischer Text

Graf (seit 1652 Fürst) Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg erhielt seine Ausbildung an der Dillenburger Hofschule. Er studierte an der Hohen Schule in Herborn, bevor er zur militärischen Ausbildung unter Prinz Moritz von Oranien (1567–1625) in die Niederlande ging. Nach dem Tod des Vaters, Graf Georgs von Nassau-Beilstein (1562–1623) übernahm er 1623 die Grafschaft Nassau-Dillenburg, wo sein Kanzleidirektor Philipp Heinrich von Hoen die nassauischen Interessen in kluger und besonnener Weise vertrat, während er selbst sich auf militärischem Gebiet hervortat. Er war seit 1631 Oberst in schwedischen Diensten, dann kaiserlicher Oberst. Er war 1635 beteiligt an der Erstürmung des Schlosses Braunfels als Bollwerk der Spanier und 1638 an der Einnahme von Hanau. Wegen seiner Verdienste um Kaiser und Reich wurde er 1652 in den Reichsfürstenstand erhoben. Er bemühte sich besonders um den Bestand der Hohen Schule Herborn.

Aufsehen erregte seine Affäre mit der schwedischen Gräfin Margarete von Brahe, Witwe Graf Johann Oxenstiernas, die ihm nach dem Tod seiner dritten Frau die Ehe versprochen hatte, doch dann den Homburger Landgrafen Friedrich II. vorzog.

Otto Renkhoff


Literatur