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Freistaat Waldeck Politik

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Das Fürstentum bzw. der Freistaat Waldeck (bis 1929)
(ohne Landesteil Pyrmont)

Zusammentreten der Verfassunggebenden Waldeck-Pyrmonter Landesversammlung, 9. April 1919

In Arolsen tritt die am 9. März 1919 neugewählte Verfassunggebende Waldeck-Pyrmonter Landesversammlung zusammen. Ihre Mitglieder wurden nach dem neu eingeführten Verhältniswahlrecht und dem Frauenwahlrecht bestimmt.
Die Landesversammlung beschließt noch im April das "Gesetz zur vorläufigen Ordnung der Staatsgewalt in Waldeck-Pyrmont", die nach dem erzwungenen Rücktritt des Fürsten Friedrich am 13. November 1918 an den Arbeiter- und Soldatenrat übergegangen war. Da ein Anschluss an Preußen angestrebt wurde, begnügte sich im Gesetz mit wenigen Verfassungsänderungen, die der neuen Lage als Freistaat Rechnung trugen. So wurden die Rechte Preußen aus dem bestehenden Akzessionsvertrag ebenso bestätigt wie die Waldeckische Verfassung von 1852. Anstelle des Fürsten nahm jetzt ein dreiköpfiger Landesausschuss der Rechte im Akzessionsvertrag wahr, das der Landesvertretung verantwortlich war. Der Landesausschuss führte auch die Aufsicht über das (noch nicht aufgeteilte) Domanialvermögen.
(OV)

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Zusammentreten der Verfassunggebenden Waldeck-Pyrmonter Landesversammlung, 9. April 1919“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/2553> (Stand: 9.4.2016)
Ereignisse im März 1919 | April 1919 | Mai 1919
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