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Hessische Biografie

Portrait

Ludwig Ernst Emil Hoffmann
(1852–1932)

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GND-Nummer

118705911

Hoffmann, Ludwig Ernst Emil [ID = 1368]

* 30.7.1852 Darmstadt, † 11.11.1932 Berlin, Begräbnisort: Darmstadt Alter Friedhof (Ehrengrab), evangelisch
Dr.-Ing. eh.; Dr. techn. h.c., Baurat – Architekt
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch der Schmitz'schen Schule und später des Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt, 1870 Abitur, befreundet mit Alfred Messel
  • 1871 Einjähriger beim Großherzoglich Hessischen Leibregiment Nr. 115 in Darmstadt
  • ein Semester Studium der Chemie an der Technischen Hochschule in Darmstadt
  • 1873 Architekturstudium an der Kunstakademie Kassel
  • 1874-1879 Studium an der Berliner Bauakademie bei Richard Lucae, Friedrich Adler und Johann Heinrich Strack
  • 1879 Erste Staatsprüfung zum Regierungsbauführer, anschließend an der Kriegsakademie unter Franz Schwechten
  • 1882 Gewinn des Schinkel-Wettbewerbs für seinen Entwurf des Erweiterungsbaus der Berliner Museumsanlagen
  • 1884 zweite Staatsprüfung zum Regierungsbaumeister, anschließend ausgedehnte Studienreisen durch Europa mit Peter Dybwad
  • 1885 Gewinn der Ausschreibung für den Bau des Reichsgerichts in Leipzig
  • ab 1887 dort Bauleiter
  • 1887 Kgl. Regierungsbaumeister
  • 1992 Kgl. Landbauinspektor
  • 1895 Schlussstein des Reichsgerichts in Leipzig und Kgl. Baurat
  • 1896-1924 Stadtbaurat in Berlin
  • 1906 Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin, Titel „Geheimer Baurat“, Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Darmstadt
  • 1912 Mitglied des Senats der Akademie der Künste zu Berlin
  • 1912 Korrespondierendes Mitglied der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs zu Wien
  • 1912 Mitglied der Königlich Sächsischen Akademie der Künste zu Dresden
  • 1913 Ritter des Ordens „Pour le mérite“, 1923 2. Vizekanzler des Ordens
  • 1913 Mitglied der Akademie des Bauwesens
  • 1917 Korrespondierendes Mitglied des Royal Institute of British Architects
  • 1917 Dr. h.c. der technischen Wissenschaften der Technischen Hochschule Wien
  • 1917 Ehrenmitglied der Akademie der Künste zu Wien
  • 1924 Pensionierung, Ehrenbürger von Berlin
  • 1925 Korrespondierendes Mitglied der Sociedad Central de Arquitectos in Buenos Aires
  • 1926 Bürgerdeputierter für die Deputation für Kunst und Bildungswesen der Berliner Stadtverordnetenversammlung
  • 1930 Vollendung des Pergamonmuseums in Berlin nach den Plänen von Alfred Messel
  • 1932 Ehrenbürger der Stadt Darmstadt

Netzwerk:

Werke:

Lebensorte:

  • Darmstadt; Kassel; Berlin
Familie

Vater:

Hoffmann, Karl* Johann, 1819–1874, Dr. jur., Hofgerichtsadvokat in Darmstadt, 1871 MdR

Mutter:

Siegfrieden, Charlotte Louise Mathilde*, 1824–1859, Tochter des Gottlieb Siegfrieden, Oberappellationsgerichtsrat in Darmstadt, und der Sophie Charlotte* Henriette Klunk

Partner:

  • Weisbach, Marie, Heirat Berlin 1895, Tochter des Valentin Weisbach, Bankier, und der Hedwig Cohn

Verwandte:

  • Hoffmann, Freda <Tochter>, * 1896, Dr. phil., erste Patent-Anwältin in Deutschland, verheiratet mit Franz Herzfeld-Wuesthoff, * 1896, Dr.-Ing., Patent-Anwalt
  • Hoffmann, Ernst Emil <Großvater>, 1785–1845
Nachweise

Quellen:

  • Volker Viergutz, Nachlaß Ludwig Hoffmann. Repositur 200 Acc. 3559, Band 1 und 2. Berlin: Landesarchiv Berlin 1992, (Findbücher, hg. vom Landesarchiv Berlin Nr. 9b)

Literatur:

Bildquelle:

anonym, Ludwig Hoffmann 1, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)

Zitierweise
„Hoffmann, Ludwig Ernst Emil“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118705911> (Stand: 11.11.2025)