Historisches Ortslexikon
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- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 76. Eiterfeld
Giesenhain
-
Ortsteil · 400 m über NN
Gemeinde Eiterfeld, Landkreis Fulda
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Dorf
-
Lagebezug:
10 km nordwestlich von Hünfeld
-
Ersterwähnung:
1494
-
Historische Namensformen:
- Giesenhain (1585) [HStAM Best. Urk. 75 Nr. 1664]
- Griesenheim (1803)
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Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3552284, 5625859
UTM: 32 U 552189 5624048
WGS84: 50.76585° N, 9.740039° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
631007060
-
Flächennutzungsstatistik:
- 1885 (Hektar): 87, davon 53 Acker (= 60.92 %), 10 Wiesen (= 11.49 %), 15 Holzungen (= 17.24 %)
- 1961 (Hektar): 87, davon 10 Wald (= 11.49 %)
-
Einwohnerstatistik:
- 1885: 62, davon 55 evangelisch (= 88.71 %), 7 katholisch (= 11.29 %)
- 1961: 61, davon 46 evangelisch (= 75.41 %), 15 katholisch (= 24.59 %)
- 1970: 52
-
Diagramme:

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- 1585: Ritterschaftliches Patrimonialgericht der von Buchenau als fuldisches Lehen
- 1789: Herrschaft der fränkischen Ritterschaft von Buchenau (fuldisches Mannlehen)
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Cent Eiterfeld
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
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Altkreis:
Hünfeld
-
Gericht:
- 1822: Justizamt Eiterfeld
- 1867: Amtsgericht Eiterfeld
- 1945: Amtsgericht Hünfeld
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Herrschaft:
Dorf der von Buchenau im zur Alten Burg Buchenau gehörenden Gericht Buchenau, das von Fulda zu Lehen ging. Die Herrschaft Buchenau erstreckte sich über Branders, Mengers, Buchenau, Eitra, Erdmannrode, Fischbach, Bodes und Körnbach. 1585 wurde das Verhältnis zum Stift Fulda grundlegend geregelt: Fulda erhielt die Zentgerichtsbarkeit, den Herren von Buchenau stand die unumschränkte Vogtei zu. Die Zenthuldigungen an Fulda wurden 1738 und 1763 verweigert, doch bestand Fulda auf seinen Anteil. 1815 starb das alte hessische Adelsgeschlecht in der männlichen Linie aus und der umfangreiche Besitz fiel an Kurhessen, nach dessen Niederlage 1866 an den preußischen Staat.
1787: reichsritterschaftliche Herrschaft Buchenau als fuldisches Mannlehen
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Gemeindeentwicklung:
Am 1.1.1970 wurde Giesenhain im Zuge der hessischen Gebietsreform zunächst der Gemeinde Buchenau eingegliedert, am 1.8.1972 dann als Ortsteil der Gemeinde Eiterfeld benannt.
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- Kleines Dorf, das 1494 im fuldischen Gericht Fürsteneck lag (Pol. Akten Fulda).
- Es gehörte ganz denen von Buchenau.
- Im 17. Jahrhundert wurde es zum Gericht Buchenau gerechnet. 1787: reichsritterschaftliche Herrschaft Buchenau als fuldisches Mannlehen
- Kirche und Religion ↑
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Bekenntniswechsel:
Einführung der Reformation durch die Herren von Buchenau um 1570.
- Kultur ↑
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Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Zitierweise ↑
- „Giesenhain, Landkreis Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5807> (Stand: 20.4.2026)

