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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 108. Langenselbold

Weitere Informationen

Altenmittlau

Ortsteil · 160 m über NN
Gemeinde Freigericht, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

8,5 km südwestlich von Gelnhausen

Ersterwähnung:

1191

Historische Namensformen:

  • Mittilaha, in (1191) [UB Mainz 2,2, S. 924-926, Nr. 558]
  • Mittela (1236) [Kop. 14.-16. Jahrhundert Urkundenbuch Hanau 1, Nr. 196, S. 150-151. Zuordnung unklar vgl. Niedermittlau]
  • Alden Mittela (1366)
  • Mytloche (1369)
  • Mittelauwe (1394)

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1191)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3510286, 5556135
UTM: 32 U 510207 5554352
WGS84: 50.14131° N, 9.142843° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435009010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 511, davon 266 Acker (= 52.05 %), 39 Wiesen (= 7.63 %), 204 Holzungen (= 39.92 %)
  • 1961 (Hektar): 511, davon 235 Wald (= 45.99 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1632: 20 Dienstpflichtige
  • 1753: 59 Haushaltungen
  • 1812: 84 Feuerstellen, 449 Seelen
  • 1885: 615, davon 1 evangelisch (= 0.16 %), 614 katholisch (= 99.84 %)
  • 1961: 1751, davon 63 evangelisch (= 3.60 %), 1666 katholisch (= 95.15 %)
  • 1970: 1934

Diagramme:

Altenmittlau: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1361: hanauisch-mainzisches Freigericht
  • 1787: Landgrafschaft Hessen, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Freigericht
  • 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Freigericht (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau, Distrikt Gelnhausen
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Altenhaßlau
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Gelnhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Gelnhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Gelnhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Gelnhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Gelnhausen
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gelnhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Gelnhausen

Gericht:

  • Amtsgericht Meerholz
  • 1822: Justizamt Gelnhausen
  • 1850: Justizamt Meerholz
  • 1867: Amtsgericht Meerholz
  • 1932: Amtsgericht Gelnhausen

Gemeindeentwicklung:

Seit 01.01.1970 Ortsteil der Gemeinde Freigericht.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1191 ist das Mainzer Johannesstift im Besitz eines Hofes und einer Meierei (predium et villicatio).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kapelle, die nach Somborn eingepfarrt war.

Patrozinien:

  • Markus

Pfarrzugehörigkeit:

Pfarrei Somborn und später mit diesem an Hanau

Bekenntniswechsel:

Der Ort blieb katholisch.

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Stellen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

An vom Birkigsbach abgeleiteten Betriebsgräben lagen im Ortsbereich mehrere Mühlen. Am südlichen Ortsrand die sogenannte Hüttelsmühle (1967 Getreidemühle stillgelegt, 1936/38 die Ölmühle), ebendort auch die Kempfmühle (Stillegung 1963). Die Heilosemühle lag am nördlichen Ortsrand (Stillegung 1955). Ferner die sogenannte Bohnenmühle.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Altenmittlau, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12510> (Stand: 29.4.2024)