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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 27. Erbach

Affhöllerbach

Ortsteil · 240 m über NN
Gemeinde Brensbach, Odenwaldkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Siedlung

Lagebezug:

12,5 km nordwestlich von Erbach

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf im Tal des gleichnamigen Baches im Granitgebiet des Odenwaldes.

Ersterwähnung:

1450

Historische Namensformen:

  • Effolderbach (1450)
  • Erfurderbach (16. Jahrhundert)
  • Affhölerbach (1757)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3492712, 5512626
UTM: 32 U 492640 5510861
WGS84: 49.750183° N, 8.897829° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

437003010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 718, davon 372 Acker, 87 Wiesen, 236 Wald
  • 1961 (Hektar): 327, davon 123 Wald (= 37.61 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1730: 8 wehrfähige Männer
  • 1829: 117 Einwohner
  • 1961: 205, davon 165 evangelisch (= 80.49 %), 38 katholisch (= 18.54 %)
  • 1970: 202 Einwohner

Diagramme:

Affhöllerbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Erbach-Schönberg, Herrschaft Breuberg (halb), die andere Hälfte gehörte zum Fürstentum zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort, Cent Kirch-Brombach
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Breuberg (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Breuberg (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Breuberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Neustadt
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis

Altkreis:

Erbach

Gericht:

  • 1757: zum Zentgericht Kirchbrombach
  • 1820: standesherrliches Amt Breuberg
  • 1822: Landgericht Höchst
  • 1879: Amtsgericht Höchst
  • 1904: Amtsgericht Reichelsheim
  • 1968: Amtsgericht Michelstadt

Gemeindeentwicklung:

Am 1.2.1971 zur Gemeinde Nieder-Kainsbach

Am 1.8.1972 zur Gemeinde Brensbach

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1806 gelangt Affhöllerbach mit dem Zentgericht Kirchbrombach an das Großherzogtum Hessen.

Zehntverhältnisse:

Den Zehnten bezieht die Herrschaft Breuberg.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

zu Kirchbrombach

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation ab 1526 durch die Grafen von Wertheim.

Kultur

Schulen:

1910 Einklassige Volksschule, Schulhaus von 1885

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Affhöllerbach, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13854> (Stand: 29.4.2024)