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Historisches Ortslexikon

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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Herzogtum Nassau 1819 – 51. Rüdesheim

Eibingen

Ortsteil · 110 m über NN
Gemarkung Rüdesheim, Gemeinde Rüdesheim am Rhein, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Siedlung

Lagebezug:

Nördlich an die Ortslage von Rüdesheim am Rhein angrenzend

Lage und Verkehrslage:

Siedlung auf der Mittelterrasse der Rheingauer Berge oberhalb der Uferzone mit zwei parallel mit dem Hang verlaufenden Straßen mit wenigen Querverbindungen. Ehemaliges Benediktinerinnenkloster am Westausgang des Ortes.

Siedlungsentwicklung:

Urnenfeldzeitlicher Depotfund bei Kloster Nothgottes

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3423549, 5539345
UTM: 32 U 423504 5537569
WGS84: 49.985547° N, 7.932936° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

43901304013

Frühere Ortskennziffer:

43901300004

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 465, davon 132 Acker (= 28.39 %), 5 Wiesen (= 1.08 %), 221 Holzungen (= 47.53 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1525: 63 Herdstellen
  • 1700: 32 Bürger und 2 Beisassen
  • 1820: 329 Einwohner
  • 1885: 710, davon 1 evangelisch (= 0.14 %), 709 katholisch (= 99.86 %)

Diagramme:

Eibingen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1604: Kurfürstentum Mainz, Unteramt Geisenheim
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Rüdesheim und Amtsvogtei Geisenheim
  • 1803: Nassau-Usingen, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Rüdesheim
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Rüdesheim
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VIII (Kreisamt Rüdesheim)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Rüdesheim
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Rheingaukreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingaukreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Rheingaukreis

Gericht:

  • Bis 1509 zum Gericht Rüdesheim gehörig
  • 1509-1525: Gerichtliche Selbständigkeit
  • 1816: Amt Rüdesheim
  • 1849: Justizamt Rüdesheim
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Rüdesheim
  • 1867: Amtsgericht Rüdesheim am Rhein

Herrschaft:

1360 werden 2 Bürgermeister genannt

1509 Loslösung von Rüdesheim

1671: Ratssiegel

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1939 Eingemeindung in die Stadt Rüdesheim.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1128 weist der Mainzer Erzbischof Adalbert I. dem Mainzer Domkapitel Einkünfte u.a. aus Eibingen zu.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1226: Kapelle wird dem Kloster inkorporiert
  • 1316: Geistlicher
  • 1332: Pleban
  • 1831/33: Abriß der Pfarrkirche
  • Heutige Pfarrkirche: 1934-35 errichtet

Patrozinien:

  • Johannes Baptista (der Täufer) (Pfarrkirche) [1316]
  • Maria (Kloster); Giselbert (Kloster); Rupertus (Kloster); Hildegard (Kloster)

Pfarrzugehörigkeit:

1395 hat die Kapelle den Rang einer Pfarrkirche. 1401 Vikarie der heiligen Anna.

Patronat:

Seit 1226 übten die sanctimoniales Ibingen das Patronatsrecht über die Pfarrkirche aus.

Klöster:

Bekenntniswechsel:

Die Reformation konnte sich im Erzbistum Mainz nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

Mainzer Archidiakonat St. Moritz in Mainz

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Eibingen, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10727> (Stand: 15.8.2023)