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Historisches Ortslexikon

Dornholzhausen

Ortsteil · 199 m über NN
Gemeinde Langgöns, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11 km südwestlich von Gießen

Lage und Verkehrslage:

Am linken Ufer des Kleebaches, am Zufluss des Strauchbaches gelegen

Ersterwähnung:

815

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Eine gesicherte Zuordnung der Belege aus dem 8. Jahrhundert zu Dornholzhausen ist mangels Bestimmungswort und ergänzender Zusätze nicht möglich.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • locus (815)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3472386, 5595476
UTM: 32 U 472322 5593678
WGS84: 50.494421° N, 8.609787° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531009020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1836 (Morgen): 2125, davon 803 Wald
  • 1885 (Hektar): 542, davon 253 Ackerland (= 46.68 %), 50 Wiesen (= 9.23 %), 212 Holzungen (= 39.11 %)
  • 1961 (Hektar): 549, davon 228 Wald (= 41.53 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1836: 435 evangelische Einwohner, 1 Katholik
  • 1961: 675, davon 577 evangelisch (= 85.48 %), 97 katholisch (= 14.37 %)

Diagramme:

Dornholzhausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 790: Lahngau, Holzhauser Mark (in Gunnisere marca in loco Holzhusen )
  • 815: Lahngau, Gönser Mark (in pago Logenehe in Gunnisere marca)
  • Ende 14. Jh.: Gericht Hüttenberg (Schotte, Territorialgeschichte, S. 559-561; Jendorff, Condominium, S. 153 f. Anm. 93)
  • 1787: Fürstentum Nassau-Weilburg, Grafschaft Nassau-Weilburg, Oberamt Atzbach, Amt Hütten- und Stoppelberg
  • 1806-1815: Herzogtum Nassau, Amt Hüttenberg
  • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar (Immediat-Gebiet)
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis
  • 1979: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1816: standesherrliches Justizamt Atzbach
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar
  • 1879: Amtsgericht Wetzlar

Herrschaft:

1703 wurde durch einen Vertrag mit der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt die bis dahin bestehende Gemeinschaft des Hüttenbergs aufgehoben, so dass u.a. Dornholzhausen allein der Grafschaft Nassau verblieb.

Gemeindeentwicklung:

1834 zur Bürgermeisterei Lützellinden gehörig.

Am 1.1.1977 Eingliederung nach Langgöns

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 774 schenkt Gerbold Land, Wiesen und Hörige, 790 Winichus zahlreiche Güter, 815 Randolf dem Kloster Lorsch Salland und eine Hörigenhube.
  • Doepner, Altenberg, S. 424
  • Stift Zelle (Schiffenberg) verfügt im 14. Jahrhundert über Pachteinnahmen (Römer, Einkünfteverzeichnisse).
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1568: Kirchspiel Großen-Linden, später Hochelheim

Patronat:

Den Patronat der Kapelle haben die von Frankenstein.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Großen-Linden, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Großen-Lindener Pfarrer Tobias Schrautenbach ab 1527.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Wirtschaft:

1836 werden zwei Mahlmühlen genannt

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Dornholzhausen, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10546> (Stand: 16.4.2025)