Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
6120 Obernburg a. Main
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 24. Neustadt

Weitere Informationen

Dorndiel

Stadtteil · 220 m über NN
Gemeinde Groß-Umstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

14 km südöstlich von Dieburg

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf in einem Talkessel der nördlichen Odenwaldausläufer im Buntsandsteingebiet.

Ersterwähnung:

1303

Historische Namensformen:

  • Dorndil, von (1303) [HStAD Bestand A 1 Nr. 171/1]
  • Dorndylle (1418)
  • Dorndille (1442)
  • Dorndille (1494)
  • Dorndyll (1543)
  • Dorndiel (1567)
  • Dorndill (1577)
  • Dorndiell (1607)
  • Dorndiehl (1608)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3501138, 5525510
UTM: 32 U 501063 5523739
WGS84: 49.866064° N, 9.014785° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

432010010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1105, davon 614 Acker, 55 Wiesen, 386 Wald
  • 1961 (Hektar): 276, davon 75 Wald (= 27.17 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1812: 29 Feuerstellen, 186 Seelen
  • 1829: 276 Einwohner
  • 1961: 327, davon 49 evangelisch (= 14.98 %), 278 katholisch (= 85.02 %)
  • 1970: 327 Einwohner

Diagramme:

Dorndiel: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Oberes Erzstift, Vizedomamt Aschaffenburg, Amtsvogtei Obernburg
  • 1803: Fürstentum Aschaffenburg, Amtsvogtei Obernburg
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Aschaffenburg, Distriktmarie Obernburg
  • 1814: Königreich Bayern, Fürstentum Aschaffenburg, Districtmarie Obernburg
  • 1817: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Umstadt
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Umstadt
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Dieburg
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Dieburg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Altkreis:

Dieburg

Gericht:

  • 1455: Landgericht Umstadt
  • 1623: Centgericht Ostheim
  • 1783: Erzstift Mainz, Cent Bachgau (Hochgerichtsbarkeit), Vogteiamt Obernburg (Niedergerichtsbarkeit)
  • 1821: Landgericht Umstadt
  • 1879: Amtsgericht Gross-Umstadt
  • 1970: Amtsgericht Dieburg

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1977 zur Stadt Gross-Umstadt

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1524, 1624 und 1684 gehört die Obrigkeit dem Stift Mainz. 1803 kommt Dorndiel aus Kurmainzischem Besitz an Bayern, 1817 wird es von diesem mit Proklamation an Hessen abgetreten.
  • 1442 gibt Anna von Wasen, Witwe des Volprecht Riedesel, ihrer Tochter Amelie, Ehefrau des Henne Geiling von Altheim, ihren Teil an 2 Höfen als Mitgift. 1607 verkauft das Kloster Höchst Zinsen an Balthasar Breunle zu Umstadt und den Königsteinischen Amtmann Philipp Freundt auf Breuberg.
  • 1624 ist ein Hof der Johanniter zu Mosbach belegt.

Zehntverhältnisse:

1567 verkauft das Kloster Höchst den Zehnten an Balthasar Breunle in Gross-Umstadt und den Königsteinischen Amtmann Philipp Freundt zu Breuberg.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1792: Kapelle erbaut

Patrozinien:

  • Petrus; Alexander

Pfarrzugehörigkeit:

Zu Mosbach gehörig

Patronat:

Grafen von Wertheim, später die Johanniter von Mosbach

Bekenntniswechsel:

Die Reformation konnte sich im Erzbistum Mainz nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Dorndiel, Landkreis Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13418> (Stand: 29.4.2024)