Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Cleeberg

Ortsteil · 293 m über NN
Gemeinde Langgöns, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

17,5 km südwestlich von Gießen

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Thale (1355)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3468850, 5590233
UTM: 32 U 468788 5588437
WGS84: 50.447112° N, 8.560392° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531009010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 1430, davon 493 Acker (= 34.48 %), 119 Wiesen (= 8.32 %), 731 Holzungen (= 51.12 %)
  • 1961 (Hektar): 1358, davon 772 Wald (= 56.85 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 474, davon 457 evangelisch (= 96.41 %), 4 katholisch (= 0.84 %), 13 Juden (= 2.74 %)
  • 1961: 669, davon 616 evangelisch (= 92.08 %), 52 katholisch (= 7.77 %)
  • 1970: 679 Einwohner

Diagramme:

Cleeberg: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt 2/3, Fürst zu Nassau-Weilburg 1/3 (Anteil am Fürstentum Oberhessen), Amt Kleeberg (zum Umfang des Amtes s. Mittelpunktfunktion)
  • 1803-1815: Herzogtum Nassau gemeinschaftlich mit dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt, Amt Usingen
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Usingen
  • 1849: Herzogtum Nassau, Kreis Idstein (Verwaltungsbezirk VII)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Amt Usingen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
  • 1886: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wetzlar
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis
  • 1979: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1816: Amt Usingen
  • 1849: Justizamt Usingen
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Usingen
  • 1867: Amtsgericht Usingen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1977 Eingliederung nach Langgöns

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1355: Kapelle im Tal Kleeberg mit eigenem Kaplan

Patrozinien:

  • Maria

Pfarrzugehörigkeit:

Zunächst Filiale von Oberkleen, 1765 Erhebung zur Pfarrei ohne Filiale

Patronat:

Landgrafen von Hessen

Diakonische Einrichtung:

Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1 Kraft für Zivilgemeinde

Bekenntniswechsel:

Da bis 1765 Filial von Oberkleen, Einführung der Reformation vermutlich zu Beginn der 1530er Jahre.

Erster eigener evangelischer Pfarrer: Johann Ludwig Großmann 1765-1801

Juden:

1432 erstmals ein Juden als Bürger und Untersasse bezeugt. 1483 mindestens zwei Juden im Ort wohnhaft.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

1787 gehörten zum Amt Cleeberg Brandoberndorf, Ebersgöns, Kleeberg, Oberklein sowie die Ebersgönser Mark und Heide

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Cleeberg, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10545> (Stand: 27.3.2026)